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International 17.02.2026, 04:14 Aktualisiert: 17.02.2026, 18:01

Ukraine-Krieg: Friedensgespräche stocken, Geländegewinne durch Starlink-Blockade und humanitäre Not

Ukraine und Russland führen unter US-Vermittlung in Genf Friedensgespräche, doch die Positionen sind weit auseinander.

Wichtige Fakten

  • Ukraine und Russland führen unter US-Vermittlung in Genf Friedensgespräche, doch die Positionen sind weit auseinander.
  • Russland fordert die Abtretung der restlichen 20% der Region Donezk, während Kiew humanitäre Fragen priorisiert.
  • Die Ukraine erzielte durch Starlink-Blockade Russlands 200 km² Geländegewinne, die größten seit Juni 2023.
  • Drohnenangriffe führen zu Evakuierungen, besonders im Südosten, mit verschärften Regeln zum Kinderschutz.
  • Russland militarisiert ukrainische Kinder in besetzten Gebieten durch Indoktrination und Schulzwang.

Diplomatische Bemühungen und militärische Entwicklungen

Unter US-Vermittlung setzen Russland und die Ukraine in Genf ihre Friedensgespräche fort, die jedoch durch konträre Positionen geprägt sind. Russland fordert die Abtretung der restlichen 20 Prozent der Region Donezk, während Kiew dies ablehnt und stattdessen humanitäre Fragen, Sicherheitsgarantien und eine Waffenruhe für Energieanlagen in den Vordergrund stellt. Die Hoffnung auf einen Durchbruch ist gering, da Russland den Krieg zu seinen eigenen Bedingungen beenden will, und die Verhandlungen finden eine Woche vor dem vierten Jahrestag des russischen Einmarsches statt.

Humanitäre Lage und Geländegewinne

Die humanitäre Situation in der Ukraine bleibt angespannt, besonders im Südosten, wo russische Drohnenangriffe zu Evakuierungen führen und die Zivilbevölkerung bedrohen. Organisationen wie "Children New Generation" unterstützen Binnenflüchtlinge, während das ukrainische Parlament die Evakuierungsregeln verschärft hat, um Kinder besser zu schützen. Gleichzeitig erzielte die ukrainische Armee laut unabhängigen Experten die größten Geländegewinne seit 2023, nachdem Russland den Zugang zum Satellitensystem Starlink verloren hat, was die Kommunikation der russischen Einheiten beeinträchtigte und zu Rückeroberungen von etwa 200 Quadratkilometern führte.

Demografische Maßnahmen und rechtliche Herausforderungen

Ein staatliches Programm ermöglicht ukrainischen Soldaten das kostenlose Einfrieren von Sperma, um die Fruchtbarkeit angesichts von Kriegsverlusten und Stress zu bewahren. Dies soll die demografische Krise mildern, doch rechtliche Hürden, wie bei der Nutzung nach dem Tod eines Soldaten, zeigen Herausforderungen in der Umsetzung auf. Zudem berichten neue Quellen über die systematische Russifizierung und Militarisierung ukrainischer Kinder in besetzten Gebieten, wo Eltern unter Druck gesetzt werden, ihre Kinder in russische Schulen zu schicken oder das Sorgerecht zu riskieren.

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