EU verstärkt Unterstützung für Armenien: Experten gegen russische Desinformation
Wichtige Fakten
- • EU entsendet 20-30 Zivilisten für zwei Jahre nach Armenien.
- • EU-Armenien-Gipfel findet erstmals in Jerewan statt.
- • Hybrides Rapid-Response-Team soll vor Wahlen am 7. Juni helfen.
- • Armenien strebt EU-Mitgliedschaft an, Passa Gesetz bereits verabschiedet.
- • Russland droht mit Gaspreiserhöhung bei stärkerer EU-Annäherung.
EU intensiviert Engagement in Armenien
Die Europäische Union verstärkt ihre Unterstützung für Armenien angesichts zunehmender russischer Desinformationskampagnen und Cyberangriffe. Am Dienstag findet der erste EU-Armenien-Gipfel in Jerewan statt, bei dem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa mit dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan zusammentreffen. Ein zentrales Thema ist die Einrichtung einer EU-Mission zur Bekämpfung ausländischer Einmischung unter der Leitung von 20 bis 30 zivilen Expertinnen und Experten für zwei Jahre.
Hintergrund der EU-Annäherung
Armenien, lange Zeit Russlands treuester Verbündeter im Kaukasus, entfernt sich zunehmend von Moskau, nachdem Russland im Bergkarabach-Krieg 2020/23 keine militärische Hilfe leistete. Das Land hat einen Beitrittsantrag zur EU angekündigt und strebt die Übernahme von EU-Standards an. Die EU verspricht sich von dem Gipfel eine symbolische Stärkung der pro-westlichen Orientierung Armeniens, während Russland mit wirtschaftlichem Druck wie Importbeschränkungen für armenischen Cognac und Mineralwasser reagiert.
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