Ukraine übersteht härtesten Kriegswinter und sucht neue Verteidigungspartnerschaften
Wichtige Fakten
- • Ukraine überstand härtesten Winter seit Kriegsbeginn mit massiven Energieausfällen.
- • Stromerzeugungskapazität sank von 32 auf unter 10 Gigawatt durch russische Angriffe.
- • Selenskyj kritisiert Bürgermeister Klitschko für mangelnde Wintervorbereitung in Kiew.
- • Ukraine bietet Drohnen-Expertise für US-Luftabwehrraketen und Partnerschaften an.
- • Europa hat Waffenimporte seit Kriegsbeginn mehr als verdreifacht.
Überlebter Winter und Energiekrise
Die Ukraine hat den härtesten Winter seit Beginn des russischen Angriffskriegs überstanden, doch die Energieversorgung bleibt stark beeinträchtigt. Die Stromerzeugungskapazität ist von vormals 32 Gigawatt auf unter 10 Gigawatt gesunken, unter anderem durch russische Angriffe auf Kraftwerke wie das Heizkraftwerk Darnyzja in Kiew, das frühestens in einem Monat teilweise wieder betriebsbereit sein soll. Zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 griff Russland mit über 14.000 Gleitbomben, 730 Raketen und fast 19.000 Drohnen an, wobei viele Treffer die Energieinfrastruktur trafen.
Politische Spannungen und Dezentralisierungspläne
Präsident Wolodymyr Selenskyj macht Bürgermeister Vitali Klitschko für mangelnde Wintervorbereitung in Kiew verantwortlich, während Klitschko die Vorwürfe als unbegründet zurückweist. Zur Verbesserung der Resilienz plant die ukrainische Regierung eine vollständige Dezentralisierung der Energieversorgung, um Städte und Regionen unabhängiger zu machen und besser vor künftigen Angriffen zu schützen.
Internationale Verteidigungskooperationen
Ukrainische Drohnen-Experten werden im Nahen Osten erwartet, um im Austausch für US-Luftabwehrraketen Expertise gegen iranische Drohnen zu teilen, die auch von Russland eingesetzt werden. Präsident Selenskyj betonte bei einem Treffen mit dem niederländischen Premierminister Rob Jetten die Bedeutung gemeinsamer Waffenproduktion. Laut SIPRI-Bericht haben europäische Waffenimporte sich seit Kriegsbeginn mehr als verdreifacht, was auf Lieferungen an Ukraine und eigene Aufrüstung gegen Russland zurückzuführen ist.
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