Ukrainische Angriffe auf die Krim: Treibstoffstopp und Stromausfälle verschärfen Krise
Wichtige Fakten
- • Großhändler in Sewastopol berichten von Stromausfällen und Treibstoffknappheit.
- • Ukrainische Drohnen treffen Treibstoffdepots und Ölanlagen auf der Krim.
- • Kinderferienlager auf der Krim aus Sicherheitsgründen abgesagt.
- • Russland stoppt Treibstoffabgabe an Zivilisten; nur staatliche Stellen versorgt.
- • Insgesamt 250 ukrainische Angriffe auf Landverbindung zwischen Russland und Krim.
Versorgungskrise auf der Krim spitzt sich zu
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die von Russland besetzte Krim in den letzten Wochen intensiviert. Am 23. Juni 2026 verkündete der von Russland eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow einen umfassenden Stopp der Treibstoffabgabe an private und juristische Personen. Ausgenommen sind nur bestimmte staatliche Stellen. Die Maßnahme ist die Folge von ukrainischen Drohnenangriffen auf Ölanlagen und Treibstoffdepots, die auch die russischen Truppen versorgen.
Stromausfälle und Hamsterkäufe
Neben Treibstoffknappheit berichten Bewohner der Hafenstadt Sewastopol nun auch von Stromausfällen. Öffentliche Verkehrsmittel, Geschäfte und Cafés arbeiten nur tagsüber, die Straßenbeleuchtung bleibt nachts aus. Es kommt zu Hamsterkäufen; Zucker, Sonnenblumenöl, Reis und Buchweizen sind knapp. Ein Anwohner erzählt der BBC, er habe sich zwar ein Notstromaggregat gekauft, könne es aber mangels Treibstoff nicht betreiben.
Ukrainische Strategie: Krim zur Insel machen
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow spricht davon, die Krim komplett zu isolieren und zur Insel zu machen. Analysten gehen von weiteren Offensivmaßnahmen aus, etwa Angriffe auf Brücken und Straßen. Mindestens sechs Brücken wurden im Juni Ziel ukrainischer Drohnen. Russland hat provisorische Pontonbrücken errichtet, die zu Staus führten, die wiederum von ukrainischen Streitkräften angegriffen wurden. Die Sommerferienlager auf der Halbinsel wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt.
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