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International 31.03.2026, 10:09 Aktualisiert: 31.03.2026, 18:10

Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölterminals: Experten warnen vor langanhaltenden Exportausfällen

Ukraine griff drei russische Ölterminals in der Region Leningrad mit Drohnen an.

Wichtige Fakten

  • Ukraine griff drei russische Ölterminals in der Region Leningrad mit Drohnen an.
  • Experte schätzt: 30-40% der russischen Exportkapazitäten wurden getroffen.
  • Öllieferungen aus Ust-Luga wurden nach Angriffen vorübergehend eingestellt.
  • Reparatur der Anlagen könnte Wochen oder Monate dauern.
  • Russlands Öleinnahmen lagen im Februar bei fast 500 Mio. Euro täglich.

Angriffe auf Schlüsselinfrastruktur

Die Ukraine hat innerhalb der vergangenen zehn Tage mehrfach russische Ölanlagen mit Drohnen angegriffen, wobei Satellitenbilder riesige schwarze Rauchschwaden über brennenden Öltanks in den Häfen Ust-Luga, Primorsk und Kirishi in der Region Leningrad zeigen. Der Gouverneur Alexander Drosdenko bestätigte in seinem Telegram-Kanal, dass die Region seit dem 22. März in erhöhter Alarmbereitschaft sei, aufgrund "beispielloser Angriffe feindlicher Drohnen auf Objekte der Industrie und Verkehrsinfrastruktur".

Auswirkungen auf Exporte und finanzielle Verluste

Der unabhängige Experte Boris Aronstein schätzt, dass von den drei betroffenen Ölterminals bis zu drei Millionen Barrel Öl pro Tag exportiert werden können, was 30 bis 40 Prozent der gesamten russischen Exportkapazitäten entspricht. Reuters zitiert Branchenquellen, denen zufolge die Öllieferungen aus Ust-Luga aufgrund der Angriffe vorübergehend eingestellt wurden. Laut dem Energieforschungsinstitut Creas erzielte Russland im Februar noch fast eine halbe Milliarde Euro täglich durch Ölexporte, was vor einem Ölpreisanstieg durch internationale Konflikte lag.

Langfristige Folgen und internationale Reaktionen

Aronstein bezeichnet die ukrainischen Angriffe als "absolut perfekt" in Timing und Ausrichtung und warnt, dass es Wochen oder sogar Monate dauern könnte, bis die Exporte wieder aufgenommen werden können, selbst wenn die Ukraine die Angriffe stoppt. Sollte die Ukraine die Angriffe fortsetzen, könne Russland die Anlagen auf absehbare Zeit nicht reparieren, was zu steigenden Energiepreisen im Binnenmarkt führen würde. Der Kreml hält sich zu den genauen Zahlen bedeckt, während Analysten vermuten, dass die Ukraine damit russische Einnahmen mindern will, um das Land finanziell zu schwächen.

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