Erneute ukrainische Drohnenangriffe auf Wildberries-Lager: Selenskyj bestätigt militärische Logistikziele
Wichtige Fakten
- • 15 Verletzte bei Drohnenangriffen auf Wildberries-Lager in Krasnodar und Nevinnomyssk.
- • Ein Toter durch Drohnenangriff auf Öllager in Armawir und einen Tanker.
- • Selenskyj bestätigt Angriffe auf Logistikzentren für Drohnenkomponenten.
- • Es war der zweite Angriff auf Wildberries binnen weniger Tage.
- • Drohnenfragmente trafen Wohnhäuser in Krasnodar, keine Verletzten.
Angriff auf Wildberries-Lager
Ukrainische Drohnen haben erneut Lagerhäuser des russischen Online-Händlers Wildberries angegriffen. Nach Angaben der Regionalgouverneure wurden in einem Lagerkomplex in Krasnodar zehn Menschen verletzt, drei davon schwer. In Nevinnomyssk in der Region Stawropol erlitten fünf weitere Menschen Verletzungen, die ambulant behandelt werden konnten. Wildberries-Gründerin Tatyana Kim bestätigte die Angriffe und drückte ihr Mitgefühl für die betroffenen Mitarbeiter aus.
Hintergrund der Angriffe
Bereits am Samstag waren Wildberries-Lager in Tambow und Elektrostal getroffen worden, wobei acht Menschen starben und 62 verletzt wurden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Mittwoch, dass die Logistikzentren in den Regionen Krasnodar und Stawropol „an der Versorgung der russischen Armee mit Drohnenkomponenten, Navigationsgeräten und anderem Material beteiligt“ seien. Serhii Kuzan, Vorsitzender des ukrainischen Sicherheits- und Kooperationszentrums, erklärte, Wildberries werde von Freiwilligen genutzt, um militärische Ausrüstung zu kaufen. Die Angriffe zielten darauf ab, die Logistik und Versorgung der russischen Armee zu stören.
Schäden in der Region und Reaktionen
Im Gebiet Krasnodar wurde auch ein Öllager in Armawir von Drohnen getroffen, wobei ein Mitarbeiter ums Leben kam. Selenskyj fügte hinzu, dass auch ein Tanker und vier Frachtschiffe der russischen Schattenflotte im Asowschen Meer und im Schwarzen Meer getroffen wurden. Trümmerteile der Drohnen beschädigten Zivilhäuser in Krasnodar und im Dorf Dinskaja, verletzten aber niemanden. BBC Verify bestätigte Brände an beiden Orten. Laut Wildberries-Gründerin Tatyana Kim wurden Arbeiter evakuiert. Sie schrieb auf Telegram: „Es gibt keine Worte, um all die Gefühle und Emotionen zu beschreiben, die durch die Angriffe auf gewöhnliche Menschen, auf unsere Mitarbeiter, auf uns ausgelöst werden, die wir einfach unseren Job machen.“ Die Angriffe haben Hunderte von Verkäufern getroffen, deren Lebensunterhalt von Online-Marktplätzen abhängt.
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