Ukrainische Hacker nutzen Starlink-Abschaltung als Falle gegen russische Truppen
Wichtige Fakten
- • Russische Truppen nutzten illegale Starlink-Terminals in besetzten ukrainischen Gebieten.
- • SpaceX blockierte den Zugang für russische Einheiten Anfang Februar 2026.
- • Ukrainische Hacker boten an, Terminals zu reaktivieren und sammelten dabei Geodaten.
- • Fast 1.500 russische Einheiten wurden durch die Hackeraktion lokalisiert.
- • Die gesammelten Daten wurden der ukrainischen Armee für Angriffe übergeben.
Starlink als Schlüsselwerkzeug im Ukraine-Krieg
Die russische Armee nutzte bis vor kurzem intensiv das US-amerikanische Satelliteninternet Starlink von SpaceX, obwohl der Zugang für Russland offiziell blockiert war. Russische Einheiten beschafften sich die Terminals illegal und setzten sie in besetzten Gebieten der Ukraine ein. Nachdem SpaceX Anfang Februar 2026 auch diesen Zugang kappte, spielte Moskau die Bedeutung herunter, doch Militärexperten und russische Militärblogger berichteten von ernsthaften Kommunikationsproblemen.
Hackerfalle liefert wertvolle Geodaten
Ukrainische Hacker der Gruppe '256. Cyber-Sturmdivision' nutzten die Situation für ein außergewöhnliches Manöver: Sie boten russischen Einheiten über Telegram an, ihre Starlink-Terminals wieder zu aktivieren, und sammelten dabei unter dem Vorwand der Registrierung wertvolle Informationen, darunter den Aufenthaltsort. Innerhalb einer Woche konnten sie so die genauen Geodaten von fast 1.500 russischen Einheiten ermitteln, die sie der ukrainischen Armee für gezielte Angriffe übergaben.
Folgen für die Kriegsführung
Die Aktion hatte nicht nur operative Vorteile, sondern auch psychologische Effekte: Russische Soldaten zeigten panische Angst, ihre Terminals weiter zu nutzen, aus Sorge vor weiteren Fallen. Unabhängige Analysten gehen davon aus, dass die Kommunikationsprobleme der russischen Armee ukrainischen Gegenstößen, wie im Gebiet Saporischschja, zugutekamen, wo laut Präsident Selenskyj etwa 300 Quadratkilometer zurückerobert wurden.
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