UN-Bericht zeigt weltweite Rückschritte bei Frauenrechten
Wichtige Fakten
- • Kein Land weltweit hat vollständige rechtliche Gleichstellung erreicht.
- • Sexualisierte Gewalt gegen Frauen hat in Konfliktgebieten drastisch zugenommen.
- • Über die Hälfte der Länder definiert Vergewaltigung nicht auf Basis der Einwilligung.
- • 44 Prozent der Länder haben kein Gesetz für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit.
- • 87 Prozent der Staaten haben Gesetze gegen häusliche Gewalt.
Rückschritte trotz früherer Fortschritte
Laut einem UN-Bericht erleben Frauen und Mädchen weltweit zunehmende Rückschritte bei der Gleichberechtigung, nachdem bis 2020 noch Fortschritte verzeichnet wurden. Viele Staaten schränken erkämpfte Rechte durch Gesetzesänderungen ein, und die Streichung von Gleichberechtigungsprogrammen unter der ehemaligen US-Regierung findet internationale Nachahmer.
Gewalt und rechtliche Defizite
Sexualisierte Gewalt gegen Frauen hat in Konfliktgebieten wie Sudan, Haiti und Afghanistan drastisch zugenommen. Rechtlich gesehen definieren über die Hälfte der Länder Vergewaltigung nicht auf Basis der Einwilligung, und 44 Prozent haben keine Gesetze für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit. Kinderehen sind in fast drei Viertel der Staaten legal.
Lichtblicke und Herausforderungen
Positiv zu vermerken ist, dass 87 Prozent aller Staaten Gesetze gegen häusliche Gewalt haben und über 40 Länder in den letzten zehn Jahren den verfassungsrechtlichen Schutz von Frauen gestärkt haben. Dennoch bleibt die vollständige rechtliche Gleichstellung in keinem Land der Welt erreicht.
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