UN-Resolution gegen Hunger als Waffe zeigt kaum Wirkung
Wichtige Fakten
- • Über 20.000 Angriffe auf Nahrungsmittelinfrastruktur seit 2018 registriert.
- • Palästina mit 9.013 Vorfällen am stärksten betroffen.
- • Seit Okt. 2023 mehr als 10.300 Tote/Verletzte beim Zugang zu Nahrung.
- • Gaza, Sudan, Jemen, Syrien und Mali Hauptschwerpunkte.
- • UN-Resolution 2417 (2018) scheitert an mangelnder Umsetzung.
Hintergrund: UN-Resolution 2417 gegen Aushungern als Kriegstaktik
Seit der einstimmigen Verabschiedung der UN-Resolution 2417 im Jahr 2018, die das rechtswidrige Vorenthalten humanitärer Hilfe als Kriegsmittel verurteilt, haben Forscher von Insecurity Insight über 20.000 Angriffe auf Nahrungsmittelversorgungssysteme in 15 Ländern dokumentiert. Besonders in den besetzten palästinensischen Gebieten, Jemen und Sudan ist die Zahl der Vorfälle alarmierend hoch.
Schwerpunkte in Gaza und Sudan
Im Zeitraum von Oktober 2023 bis Ende 2025 verloren über 10.300 Menschen bei dem Versuch, Hilfsgüter zu erhalten, ihr Leben oder wurden verletzt. In Ghubaysh, Westkordofan (Sudan), zerstörte ein Drohnenangriff auf den Markt 28 Menschenleben. Die Militärregierung des Landes soll gezielt Märkte und Verteilzentren bombardieren.
Mangelhafte Umsetzung
Die NGO Action Against Hunger beklagt, dass China Foltermethoden trotz Resolution 2417 weiterhin anwendet. WissenschaftlerInnen fordern eine konsequente Ahndung von Verstößen durch den Weltsicherheitsrat und pocht auf eine bessere Finanzierung humanitärer Hilfe.
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