UN wirft Israel sexualisierte Gewalt vor: Jerusalem bricht Kontakt zu Guterres ab
Wichtige Fakten
- • UN-Bericht wirft israelischen Sicherheitskräften systematische sexualisierte Gewalt vor.
- • Israel kündigt Kontaktabbruch zu UN-Generalsekretär António Guterres an.
- • Betroffen sind 14 Männer, sieben Frauen, neun Jungen und ein Mädchen.
- • Auch Russland wurde auf die UN-Liste gesetzt.
- • Hamas wurde bereits 2025 wegen sexualisierter Gewalt gelistet.
UN-Bericht belastet Israel schwer
Ein noch unveröffentlichter UN-Bericht unter Generalsekretär António Guterres erhebt schwere Vorwürfe gegen israelische Sicherheitskräfte: Ihnen werde systematisch sexualisierte Gewalt gegen Palästinenser vorgeworfen, darunter Vergewaltigungen, Gruppenvergewaltigungen und Schüsse auf Genitalien. Laut UN wurden 2025 insgesamt 31 Fälle konfliktbezogener sexualisierter Gewalt verifiziert, darunter 14 Männer, sieben Frauen, neun Jungen und ein Mädchen aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland.
Empörung in Jerusalem
Das israelische Außenministerium wies die Anschuldigungen als „haltlos“ zurück, und UN-Botschafter Danny Danon kündigte an, den Kontakt zum Generalsekretariat abzubrechen. Israel wirft den UN langjährige Feindseligkeit vor und kritisiert, dass sexualisierte Gewalt der Hamas nicht ausreichend thematisiert werde. Die UN-Spitze erklärte sich jedoch gesprächsbereit.
Internationale Einordnung
Neben Israel setzten die UN auch Russland wegen sexualisierter Gewalt in der Ukraine auf die Liste. Die Ukraine wurde nicht gelistet, obwohl es einzelne Vorwürfe gab. Die jährliche UN-Liste umfasst Dutzende Akteure, darunter bereits seit Jahren Länder wie Sudan, Syrien, Haiti und Mali. Die Hamas war bereits 2025 aufgenommen worden.
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