UniCredit startet offizielles Kaufangebot für Commerzbank
Wichtige Fakten
- • UniCredit bietet 0,485 eigene Aktien je Commerzbank-Papier.
- • Das Angebot gilt bis zum 16. Juni 2026.
- • UniCredit kontrolliert bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank.
- • Commerzbank lehnt die Übernahme ab, deutsche Staat behält Anteile.
- • UniCredit erzielte mit 3,2 Mrd. Euro Rekordquartalsgewinn.
Angebot im Detail
Die italienische UniCredit hat ihr offizielles Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt. Wie die Bank mitteilte, erhalten Aktionäre für jede Commerzbank-Aktie 0,485 neue UniCredit-Aktien. Nach dem jüngsten Kurssprung in Mailand liegt der Angebotspreis bei rund 34,35 Euro pro Commerzbank-Anteil – etwas unter dem aktuellen Börsenkurs von knapp 35 Euro. Das Angebot richtet sich an alle noch nicht von der UniCredit gehaltenen Anteile und läuft bis zum 16. Juni.
Taktisches Vorgehen
Experten sehen in dem Schritt eher ein taktisches Manöver, um ein drohendes Pflichtangebot bei Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle zu umgehen. Die UniCredit, die bereits knapp 30 Prozent an der Commerzbank hält, rechnet nicht damit, die Kontrollmehrheit zu erlangen. Die Bundesregierung behält ihre gut zwölf Prozent und spricht sich für eine eigenständige Commerzbank aus. Auch der Commerzbank-Vorstand lehnt die feindlichen Avancen ab.
Rekordgewinne stärken UniCredit
Die UniCredit selbst vermeldete für das erste Quartal 2026 einen Rekordüberschuss von 3,2 Milliarden Euro, ein Plus von 16 Prozent. Der Umbauplan für den Übernahmefall sieht den Abbau von rund 7.000 Stellen in Deutschland vor. Die HVB-Tochter wäre eine Integration erleichtern könnte. Das Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden in Deutschland steht im Fokus.
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