Urban Art Biennale 2026: Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Industrieerbe in der Völklinger Hütte
Wichtige Fakten
- • 55 Künstler aus 17 Ländern zeigen bis Sommer 2026 ihre Werke.
- • Kurator Frank Krämer betont den Fokus auf ortsspezifische Arbeiten.
- • Ampparitos Schriftzug 'NO HAY NADA DE VALOR' provoziert auf dem Hallendach.
- • Die russische Gruppe Frukty fertigte magnetische Nieten für versteckte Kunst.
- • „Huettcouture“ von Coco Bergholm und Jo Preußler lässt Besucher mit dem Ort verschmelzen.
Die Urban Art Biennale 2026 in der Völklinger Hütte
In der Völklinger Hütte, einem UNESCO-Weltkulturerbe, findet seit 2011 alle zwei Jahre eine der weltweit größten Werkschauen der Urban Art statt. Die diesjährige Ausstellung, die noch bis Sommer 2026 läuft, legt einen besonderen Fokus auf Arbeiten, die eigens für den Ort entstanden sind. 55 Künstler aus 17 Ländern und drei Kontinenten ließen sich von der Geschichte des Eisenwerks inspirieren.
Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Industrieerbe
Der spanische Künstler Ampparito brachte auf dem Dach der Möllerhalle den Schriftzug „NO HAY NADA DE VALOR“ an, eine Provokation, die auf die Zeit nach der Schließung 1986 anspielt. Die französische Gruppe Vortex-X spannte weiße Fäden durch die Halle, um verborgene Strömungen im einstigen Betrieb sichtbar zu machen. Die russische Gruppe Frukty fertigte magnetische Nieten an, die Kunstwerke auf dem Gelände unscheinbar integrieren.
Vielfalt der Werke und Besuchereinbindung
Neben klassischen Graffiti-Arbeiten gibt es neue Interpretationen wie „Huettcouture“ von Coco Bergholm und Jo Preußler, bei der Besucher Kleidung in den Oberflächenfarben der Hütte anprobieren können. Kurator Frank Krämer betont, dass die Ausstellung die facettenreiche Entwicklung der Szene abbildet. Ein besonderer Teil ist die Retrospektive der Performance-Künstlerin Ann Messner, die erstmals umfassend in Deutschland gezeigt wird.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.