Blockade der Straße von Hormus: USA drohen mit Aufbringung von Schiffen
Wichtige Fakten
- • Iran blockiert seit Ende Februar die strategisch wichtige Straße von Hormus.
- • Teheran lässt Schiffe nur gegen Mautzahlung passieren, was die USA ablehnen.
- • US-Präsident Trump ordnete eine vollständige Blockade der Meerenge durch die Kriegsmarine an.
- • Die USA drohen, Schiffe, die an Iran zahlen, in internationalen Gewässern aufzubringen.
- • Friedensverhandlungen in Islamabad endeten ohne Einigung, Atomwaffen waren ein Knackpunkt.
Blockade und Mautstreit
Seit Ende Februar blockiert Iran die strategisch wichtige Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls transportiert wird. Teheran lässt seit einigen Tagen im Zuge einer Waffenruhe vermehrt Schiffe passieren, erhebt dafür jedoch eine Maut. Dies stößt auf scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump, der die Praxis ablehnt und internationale Partner wie das Vereinigte Königreich dazu auffordert, sich nicht an einer Blockade zu beteiligen.
US-Drohungen und Militäraktionen
Trump kündigte an, die US-Kriegsmarine solle die Meerenge vollständig blockieren. Jedes Schiff, das Gebühren an Iran entrichtet hat und sich in internationalen Gewässern befindet, werde aufgebracht. Zudem begannen die USA bereits, von Iran gelegte Minen zu räumen. Trump drohte in einer Online-Nachricht, jeden Iraner, der auf US- oder friedliche Schiffe schieße, „zur Hölle zu jagen“, und betonte die Bereitschaft, den Krieg fortzusetzen.
Gescheiterte Friedensgespräche und internationale Reaktionen
Die jüngsten Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran in Islamabad endeten nach 21 Stunden ohne Ergebnis. US-Vizepräsident JD Vance sprach von „bedeutenden Diskussionen“, nannte jedoch keine Details zu den Knackpunkten. Ein zentrales Thema blieb der Verzicht Teherans auf Atomwaffen. Das Vereinigte Königreich lehnt eine Beteiligung an einer Blockade ab, arbeitet aber mit Partnern an Maßnahmen zur Sicherung der Schifffahrt, während die britische Regierung die Rhetorik Trumps als provokativ kritisiert.
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