Mullin als Heimatschutzminister bestätigt: Ex-Kämpfer mit umstrittener Vergangenheit übernimmt Schlüsselrolle
Wichtige Fakten
- • Der US-Senat bestätigte Markwayne Mullin als neuen Heimatschutzminister.
- • Mullin folgt auf Kristi Noem, die nach Kontroversen von Trump entlassen wurde.
- • Er ist Mitglied der indigenen Cherokee Nation und ehemaliger Kampfsportler.
- • Kritiker werfen Mullin Aggressionsprobleme und mangelnde Führungserfahrung vor.
- • Mullin räumt Fehler ein und verspricht kooperativere Einwanderungspolitik.
Bestätigung im Senat
Der US-Senat hat den Republikaner Markwayne Mullin als neuen Minister für Heimatschutz (Department of Homeland Security) bestätigt. Mullin, ein ehemaliger MMA-Kämpfer und Senator aus Oklahoma, folgt auf Kristi Noem, die nach monatelanger Kritik von Präsident Donald Trump entlassen wurde. Der einzige Republikaner, der gegen Mullin stimmte, war Rand Paul aus Kentucky, der Bedenken wegen Mullins Aggressionsproblemen äußerte.
Umstrittene Vergangenheit und Profil
Mullin, Mitglied der indigenen Cherokee Nation und ohne Hochschulabschluss, inszeniert sich als "Krieger für Amerika" und leitet weiterhin das Familienunternehmen für Sanitärtechnik. Seine Vergangenheit als Kampfsportler und umstrittene Äußerungen prägen sein Image: Er drohte einem Gewerkschaftsführer während einer Ausschusssitzung mit Prügel und rechtfertigte zunächst den tödlichen Schusswaffeneinsatz von ICE-Beamten in Minneapolis, ohne die Fakten zu kennen. Später räumte er ein, zu schnell geurteilt zu haben.
Politische Positionen und neue Töne
Mullin unterstützt Trump bedingungslos, stimmte gegen die Anerkennung von Joe Bidens Wahl und wird eine Schlüsselrolle bei der Einwanderungspolitik spielen, indem er über Behörden wie ICE und den Grenzschutz wacht. In jüngster Zeit zeigt er sich einsichtiger, spricht von Fehlern und gelernten Lektionen, und verspricht, dass ICE mit Städten kooperieren und legale Einwanderungswege prüfen soll – was für ihn neue Töne sind. Sein Mangel an Erfahrung in der Leitung einer Bundesbehörde wirft jedoch Fragen auf, ob er Trumps Kurs effektiv umsetzen kann.
Herausforderungen und Kritik
Mullin übernimmt das Amt während einer Haushaltssperre, die Teile des Ministeriums lahmlegt, und muss mit politischen Kontroversen umgehen. Kritiker wie Rand Paul zweifeln an seiner Eignung als Vorbild für Beamte, während Trump seine Loyalität und Kampfgeist schätzt. Mullins Ziel ist es, dass das Ministerium nicht täglich in den Schlagzeilen steht, doch seine umstrittene Vergangenheit könnte dies erschweren.
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