Teilen:
International 02.05.2026, 08:14 Aktualisiert: 02.05.2026, 23:01

USA bestätigen Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland

Pentagon bestätigt Abzug von 5.000 Soldaten binnen 6-12 Monaten.

Wichtige Fakten

  • Pentagon bestätigt Abzug von 5.000 Soldaten binnen 6-12 Monaten.
  • Grund: Streit zwischen Trump und Merz über Iran-Krieg.
  • Deutschland beherbergt rund 36.000 US-Soldaten – zweitgrößter Standort weltweit.
  • US-Kongressabgeordnete beider Parteien äußern Skepsis.
  • Stationierung neuer US-Waffensysteme in Deutschland offenbar gestoppt.

Bestätigung aus dem Pentagon

Die USA planen den Abzug von etwa 5.000 Soldaten aus Deutschland – eine Anordnung von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Pentagon-Sprecher Parnell bestätigte, die Verlegung solle binnen sechs bis zwölf Monaten erfolgen. Offiziell angegeben wird eine „Prüfung der Truppenpräsenz“, andere Quellen verweisen auf den Iran-Streit zwischen US-Präsident Trump und Kanzler Merz. Deutschland beherbergt derzeit über 36.000 US-Soldaten, hinzu kommen zivile Angestellte.

Reaktionen aus Deutschland und Europa

Verteidigungsminister Pistorius zeigte sich nicht überrascht und spricht von einer „absehbaren“ Entscheidung. Er forderte insgesamt mehr europäische Verantwortung. CDU-Außenpolitiker Hardt und Unions-Fraktionsvize sehen die Glaubwürdigkeit der NATO-Narrative untergraben. Linke und AfD-Köpfe bezeichnen den Schritt dagegen als positiv oder symbolisch; SPD-Poltiker aus Rheinland-Pfalz ruft jedoch Bundesunterstützung an. Mittels eines SWR-Interviews betont Sprecher der rheinland-pfälzischen Politik große Abhängigkeiten von der derzeitigen Militärpräsenz.

Wirtschaftsfaktor und Sicherheitslücken

Die Standorte sind Millionenschwergewicht – allein in Ramstein sind es etwa zwei Milliarden US-Dollar Wertschöpfung pro Jahr. Wirtschaftliche Einbußen drohen, falls Stützpunkte etwa in Rheinland-Pfalz betroffen werden. Auf militärischer Seite warnen Sicherheitsexperten vor gravierenden Fähigkeitslücken: Unter anderem soll die vereinbarte Stationierung von US-Marschflugkörpern und Hyperschallwaffen in Wiesbaden ausgesetzt sein. Militärakademiemann Masala warnt vor einer großen Abschreckungslücke – , die europäische Bestände derzeit nicht füllen könnten.

Position der Alliierten und Republikaner

Nato-Sprecherin Hart sieht den Teilabzug als Appell an Europa, größere Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen. Während pro-europäische Mitglieder warnen, sickern auch aus dem US-Kongress besorgte Töne: Senator Wicker und Abgeordneter Rogers von den Republikanern fordern eine enge Absprache mit dem ganzen Kongress.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.