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International 13.03.2026, 02:02 Aktualisiert: 13.03.2026, 23:04

Krieg gegen Iran: Eskalation der Angriffe und innenpolitische Spannungen in den USA

Der Krieg gegen Iran dauert zwei Wochen an, mit neuen israelischen Luftangriffen auf Teheran und mehr als 20 Toten im Libanon.

Wichtige Fakten

  • Der Krieg gegen Iran dauert zwei Wochen an, mit neuen israelischen Luftangriffen auf Teheran und mehr als 20 Toten im Libanon.
  • In der MAGA-Bewegung zeigen sich Risse, trotz hoher Zustimmung von fast 80% unter Republikanern.
  • Russland profitiert von gestiegenen Ölpreisen und inszeniert sich als verlässlicher Energielieferant.
  • US-Verteidigungsminister Hegseth bezeichnet die Lage in der Straße von Hormus als nicht besorgniserregend.
  • Die USA erlauben vorübergehend für 30 Tage den Kauf von russischem Öl.

Eskalation der militärischen Auseinandersetzungen

Zwei Wochen nach Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran dauern die gegenseitigen Angriffe unvermindert an. Die israelische Armee startete am 13. März 2026 eine neue Welle von Luftangriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran, wobei Infrastruktur des Regimes ins Visier genommen wurde. Laut Berichten wurden mehrere heftige Explosionen verzeichnet, und schwarze Rauchwolken stiegen über der Stadt auf. Parallel griff Israel auch mutmaßliche Hisbollah-Ziele im Libanon an, wobei nach libanesischen Angaben mehr als 20 Menschen getötet wurden, darunter fünf Kinder. Iran reagierte mit Drohnenangriffen auf Oman und Saudi-Arabien, bei denen in Oman zwei Menschen starben.

Innenpolitische Spannungen in den USA

Unter Anhängern der Republikaner ist die Zustimmung zum Iran-Krieg mit fast 80 Prozent hoch, doch in der MAGA-Bewegung zeigen sich erste Risse. Prominente Stimmen wie Marjorie Taylor Greene, Megyn Kelly, Steve Bannon und Joe Rogan kritisieren den Kriegskurs von Präsident Donald Trump, betonen die steigenden Benzinpreise und die fehlende überzeugende Begründung für den Einsatz. Die ersten sechs Kriegstage kosteten das US-Militär mehr als elf Milliarden Dollar, während die Lebenshaltungskosten für viele Amerikaner steigen. Politikberaterin Rina Shah warnt vor einer weiteren Spaltung der Republikanischen Partei, besonders mit Blick auf die Zwischenwahlen im November.

Russlands Profite und internationale Auswirkungen

Russland profitiert wirtschaftlich vom Iran-Krieg, da der Ölpreis seit Beginn der Auseinandersetzungen um etwa 30 Prozent gestiegen ist. Kremlchef Wladimir Putin inszeniert sein Land als verlässlichen Energielieferanten für Staaten wie China und Indien und bietet auch Europa Kooperation an. Die USA haben vorübergehend für 30 Tage den Kauf von russischem Öl erlaubt, das sich bereits auf Schiffen befindet, um die Märkte zu stabilisieren. Putin nutzt die Situation zudem, um Friedensgespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA zu verzögern und sein internationales Ansehen zu stärken.

Weitere militärische Entwicklungen und Verluste

Die USA meldeten den Absturz eines US-Tankflugzeugs im Irak, bei dem vier Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Die von Iran unterstützte Milizengruppe Islamischer Widerstand im Irak beansprucht die Abschreibung für sich, während die US-Armee feindlichen Beschuss ausschließt. Zudem wurden 84 iranische Seeleute getötet, als ein US-U-Boot das Kriegsschiff Iris Dena im Indischen Ozean versenkte. Iran kündigte Vergeltung an, und der Konflikt weitet sich geografisch aus. Präsident Trump drohte weiterhin mit der vollständigen Zerstörung des iranischen Regimes, betonte aber auch, der Krieg könne bald enden.

Neue Entwicklungen und Auswirkungen auf die Energiewende

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Situation in der Straße von Hormus als nicht besorgniserregend bezeichnet, während Generalstabschef Dan Caine sie als "taktisch komplexe Umgebung" beschrieb. Die steigenden Ölpreise aufgrund des Krieges treiben in Deutschland die Nachfrage nach erneuerbaren Energien wie Solaranlagen und Wärmepumpen an, was Experten als möglichen "Push" für die Energiewende sehen. Seit Kriegsbeginn sind in Iran und im Libanon fast 1.900 Menschen ums Leben gekommen, und mehr als 100.000 Menschen sind innerhalb Irans auf der Flucht.

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