Iran-US-Konflikt eskaliert trotz Rahmenabkommen: Luftangriffe und Drohungen
Wichtige Fakten
- • US-Angriffe auf iranische Ziele als Reaktion auf Tankerangriff.
- • Iran attackierte US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain.
- • Ein Qatari wurde durch Schrapnell getötet.
- • Beide Seiten einigten sich auf Einstellung der Angriffe.
- • Gespräche über Straße von Hormus sollen fortgesetzt werden.
Eskalation trotz Rahmenabkommen
Knapp zwei Wochen nach Unterzeichnung eines 14-Punkte-Abkommens ist der Konflikt zwischen den USA und Iran erneut eskaliert. US-Luftangriffe auf iranische Küstenziele trafen Luftabwehr, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur – als Reaktion auf einen iranischen Drohnenangriff auf den Tanker „Kiku“ in der Straße von Hormus. Die iranische Revolutionsgarde griff daraufhin US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain mit Raketen und Drohnen an und drohte mit weiteren Angriffen. Ein qatarischer Staatsbürger wurde durch Schrapnell getötet.
Diplomatie trotz Gewalt
Trotz gegenseitiger Beschüsse einigten sich beide Seiten darauf, die jüngsten Feindseligkeiten einzustellen. US-Medien zufolge sollen die „technischen Gespräche“ in Doha am Dienstag fortgesetzt werden. Irans Außenminister Araghtschi bekräftigte jedoch, dass die alleinige Kontrolle über die Meerenge bei Teheran liege und bestritt freie Durchfahrten ohne Absprache mit den Revolutionsgarden. US-Präsident Trump drohte mit einer militärischen Lösung, sollte Iran weiter aggressiv handeln.
Nahost-Frieden weiter fragil
Neben dem Iran-US-Konflikt bleibt die Lage im Libanon angespannt. Israel tötete Hisbollah-Kämpfer und zerstörte eine Raketenrampe im Süden. Eine am Freitag vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon ist brüchig. Hisbollah lehnt eine Entwaffnung ab, solange israelische Truppen im Land sind. Zudem bedroht der Iran eine vollständige Einstellung der diplomatischen Prozesse, sollten US-Angriffe andauern. Die Gespräche zwischen den USA und Iran bleiben auch vom Stand des Libanon-Konflikts abhängig.
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