Verhältnis zwischen Merz und Trump im Iran-Krieg belastet
Wichtige Fakten
- • USA und Israel begannen Iran-Krieg Ende Februar.
- • Iran blockiert die Straße von Hormus als Kriegstaktik.
- • Trump warf Merz vor, keine Ahnung zu haben.
- • Merz sieht Verhältnis zu Trump als unverändert gut an.
Irritationen nach Iran-Krieg-Kritik
Bundeskanzler Friedrich Merz hat trotz heftiger Kritik von US-Präsident Donald Trump seine Ablehnung des Iran-Kriegs bekräftigt. Der Krieg, den die USA und Israel Ende Februar begannen, habe „unmittelbare Auswirkungen auf unsere Energieversorgung“ und „unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“, sagte Merz. Er dränge auf eine Beilegung des Konflikts, der durch die Blockade der Straße von Hormus durch Iran den Welthandel gefährde.
Trumps scharfe Attacke per Truth Social
Nachdem Merz den USA „offensichtlich keine Strategie“ im Iran-Krieg vorgeworfen hatte, attackierte Trump den Kanzler auf seiner Plattform Truth Social. Er unterstellte Merz, es sei „in Ordnung, wenn Iran Atomwaffen hat“ und nannte ihn unwissend. Unklar blieb, worauf sich der Vorwurf stützt, da Merz mehrfach betonte, ein iranisches Atomwaffenarsenal verhindern zu wollen.
Divergente Bewertung des Verhältnisses
Trotz der öffentlichen Diffamierung sieht Merz das persönliche Verhältnis zu Trump als intakt an. „Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist aus meiner Sicht unverändert gut“, sagte er. Dabei erinnerte er an seine anfänglichen Zweifel an der Kriegsführung. Tatsächlich war das Verhältnis nach einem harmonischen Antrittsbesuch im Juni 2025 zunächst gut gewesen und auch nach dem Kriegsbeginn hatte Trump Merz noch als „erfolgreichen Mann“ gelobt. Die Wende kam, als Merz eine deutsche Beteiligung an Militäreinsätzen in der Straße von Hormus ablehnte.
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