EZB-Rat ringt um Entscheidung: Zinserhöhung trotz Konjunkturflaute?
Wichtige Fakten
- • EZB-Rat berät über Leitzinsanpassung.
- • Iran-Krieg treibt Ölpreise und Inflation (März: 2,6%).
- • Wirtschaftswachstum in der Eurozone nur 0,8% laut OECD.
- • Zinserhöhung droht Konjunktur abzuwürgen.
- • Energiepreise stiegen um 5,1% im Euroraum.
EZB vor schwieriger Zinsentscheidung
Den 27 Mitgliedern des EZB-Rats steht eine komplexe Entscheidung bevor: Die Inflation, angeheizt durch den Iran-Krieg und steigende Energiepreise, liegt im März bei 2,6 Prozent im Euroraum und 2,9 Prozent in Deutschland. Gleichzeitig ist das Wirtschaftswachstum mit nur 0,8 Prozent laut OECD äußerst schwach.
Risiken einer Zinserhöhung
Eine Erhöhung der Leitzinsen könnte die Inflation zwar bekämpfen, aber die ohnehin fragile Konjunktur abwürgen. Höhere Kreditkosten würden Investitionen von Unternehmen und Privatleuten bremsen, was Steuereinnahmen und Arbeitsplätze gefährdet.
Alternative: Abwarten mit klaren Signalen
Sollte die EZB die Zinsen nicht erhöhen, drohen anhaltende Teuerung und eine Stagflation – kein Wachstum bei steigenden Preisen. Die Währungshüter könnten auf die Kommunikation des Ratsausblicks setzen, um die Finanzmärkte zu beruhigen, doch langfristig hilft nur ein Ende des Iran-Kriegs und der Reparatur der Ölinfrastruktur.
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