Vogelgrippe tötet Tausende Robbenbabys auf australischen Inseln
Wichtige Fakten
- • Über 13.000 See-Elefanten-Babys starben auf Heard Island an H5N1.
- • Das sind etwa 75% des gesamten Nachwuchses auf der Insel.
- • Sechs von neun getesteten Tierarten sind positiv auf H5N1.
- • Der Ausbruch begann vermutlich im August 2025 durch Zugvögel.
- • Australien bleibt bisher der einzige Kontinent ohne H5N1-Fälle.
Massives Robbensterben auf subantarktischen Inseln
Die Vogelgrippe H5N1 hat auf den abgelegenen australischen Heard- und McDonald-Inseln verheerende Schäden angerichtet: Über 13.000 See-Elefanten-Babys, rund 75 Prozent der Jungtiere, sind einem Bericht im Wissenschaftsjournal BioRxiv zufolge gestorben. An einigen Orten lag die Sterblichkeit bei bis zu 97 Prozent. Die Forscher schätzen, dass die tatsächliche Zahl noch höher sein könnte, da zum Zeitpunkt der letzten Erhebungen im Januar 2026 weitere Todesfälle zu verzeichnen waren.
Auch Pinguin-Bestände betroffen
Die Untersuchung von neun Tierarten ergab, dass sechs – darunter See-Elefanten, Königspinguine, Eselspinguine, Antarktische Seebären und Sturmvögel – mit dem H5N1-Virus infiziert waren. Hunderten ausgewachsener Königspinguine starben ebenfalls, die Zahl war aber im Vergleich zur Gesamtpopulation gering. Das Virus wurde wahrscheinlich von Zugvögeln von den französischen Crozet-Inseln eingeschleppt.
Australien bereitet sich auf Einschleppung vor
Die australische Regierung hat als Reaktion 11,2 Millionen Dollar für Vorbereitungen auf das Virus bereitgestellt. Umweltminister Murray Watt zeigte sich besorgt: „Wir müssen realistisch sein, was einen möglichen Ausbruch auf dem Festland angeht.“ Experten rufen die Bevölkerung zur Meldung verendeter Tiere auf.
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