VW-China-Modell: Blaupause für Deutschland?
Wichtige Fakten
- • VW verkauft in China Elektroauto für 12.000 Euro.
- • Massenfertigung mit 95 Prozent Automatisierungsgrad, nur 150 Beschäftigte.
- • Software wird in Eigenregie bei VW Anhui entwickelt.
- • VW-Modelle aus China für Produktion in Deutschland vorgeschlagen.
Drängender Preisdruck
Volkswagen zeigt in China, wie ein kostengünstiges E-Auto entstehen kann: Das jüngste Modell ID.Era 5 S, ein Plug-in-Hybrid, kostet dort umgerechnet nur etwa 12.000 Euro und bietet modernste Assistenzsysteme. In Deutschland ist der Polo deutlich teurer. Angesichts harter Konkurrenz aus China steht VW weltweit unter Zugzwang.
Revolution der Produktion
Im neu errichteten Werk in Anhui haben nur rund 150 Arbeiter vor allem in der Qualitätskontrolle Beschäftigung. Rund 1.000 Roboter übernehmen die Fertigung – der Automatisierungsgrad liegt bei beinahe 95 Prozent. Entwicklungszentrum und Fertigung örtlich vereint: Fehler lassen sich nach Angaben der Ingenieure umgehend beheben. Stolze 20 neue oder überarbeitete Modelle bringt VW 2026 auf den chinesischen Markt.
Chance oder Übergangslösung?
In Branchenkreisen wird vorgeschlagen, VW-Modelle aus chinesischer Entwicklung auch in Deutschland zu produzieren. Experte Stefan Bratzel sieht darin eine Möglichkeit, kurzfristig skalierten Kostenvorteil nach Europa zu bringen. Zugleich müsse es mittelfristig gelingen, ähnliche Entwicklungsschritte in Deutschland parallel zu schaffen – die Rahmenbedingungen sind hier aber ungleich teurer. Wie konzernintern reagiert wird, bleibt offen.
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