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Wirtschaft 24.08.2026, 15:04 Aktualisiert: 24.08.2026, 18:03

Uniper sichert langfristige Gaslieferungen aus Norwegen

Vertrag läuft von 2027 bis 2041.

Wichtige Fakten

  • Vertrag läuft von 2027 bis 2041.
  • Jährlich über 30 TWh Erdgas.
  • Norwegen liefert 44% des deutschen Gases.
  • Uniper gehört fast vollständig dem Bund.
  • Gaskäufe ersetzen russische Lieferungen.

Langfristige Gaslieferung gesichert

Die Uniper SE und der norwegische Energiekonzern Equinor haben einen wegweisenden Liefervertrag abgeschlossen. Dieser sieht vor, dass Uniper von 2027 bis 2041 jährlich mehr als 30 Terawattstunden (TWh) Erdgas bezieht, was dem Verbrauch von über zwei Millionen deutschen Haushalten entspricht. Das Gas wird über bestehende Pipelines nach Deutschland transportiert. Die Vereinbarung soll die langfristige Gasversorgung Deutschlands stärken und die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen vertiefen, wie Uniper-Chef Michael Lewis bei der Unterzeichnung erklärte.

Deutschlands wichtigster Gaslieferant

Norwegen ist mit einem Anteil von rund 44 Prozent an den deutschen Gasimporten bereits der größte Lieferant. Seit der russischen Invasion in die Ukraine 2022 hat das skandinavische Land auch auf europäischer Ebene eine dominante Rolle übernommen und deckt etwa 30 Prozent des Bedarfs der EU und Großbritanniens. Uniper, das während der Energiekrise 2022 durch ein staatliches Rettungspaket fast vollständig in Bundesbesitz überging, gehört zu den größten Gasgroßhändlern Europas und beliefert Stadtwerke, Industriekunden und Kraftwerksbetreiber. Der neue Vertrag unterstreicht die strategische Bedeutung Norwegens für die deutsche und europäische Energieversorgung.

Konflikt mit EU-Umweltzielen

Norwegen hält trotz EU-Kritik an seinen Plänen zur Öl- und Gasförderung in der Arktis fest, um die Produktion bis mindestens 2035 aufrechtzuerhalten. Die EU erwägt angesichts von Energiesicherheitsbedenken eine Neubewertung ihrer ablehnenden Haltung gegenüber neuen Bohrungen. Derweil plant Uniper laut früheren Berichten, dieses Jahr rund 300 Millionen Euro Dividende an den Bund auszuzahlen, was eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach der Rettung signalisiert.

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