Teilen:
Wirtschaft 18.06.2026, 04:26 Aktualisiert: 18.06.2026, 06:00

VW vor neuer Sparklausur: Analysten fordern mehr als nur Kosten senken

VW will bis 2030 rund 35.000 Stellen abbauen.

Wichtige Fakten

  • VW will bis 2030 rund 35.000 Stellen abbauen.
  • 28.000 Mitarbeiter haben ihren Austritt bereits vertraglich fixiert.
  • Gewerkschaft lehnt Werksschließungen weiterhin strikt ab.

Sparprogramm allein reicht nicht

Auf der Hauptversammlung von Volkswagen warnen Analysten der größten Fondsgesellschaften, dass der Konzern nicht nur die Kosten senken, sondern vor allem attraktive Modelle entwickeln müsse. Die Reden von Vorstandschef Oliver Blume zeichnen ein zweigeteiltes Bild: Erfolge wie die Auszeichnung als innovativstes Automobilunternehmen stehen einer „Risikolage so hoch wie nie“ gegenüber.

Ursachen der Krise

Weltweite Kriege, neue US-Zölle und der Preiskampf in China setzen VW unter Druck. Das Unternehmen legte bereits Ende 2024 ein Sparpaket auf, dem bis 2030 rund 35.000 Stellen zum Opfer fallen sollen, fast alle allein in Niedersachsen. Insgesamt haben 28.000 Mitarbeiter ihren Austritt schon fixiert.

Proteste gegen schärfere Einschnitte

IG Metall und Betriebsrat warnen vor einer weiteren Verschärfung des Sparkurses. „Was Sicherheit und Beschäftigung zuwiderläuft, werden wir mit aller Härte bekämpfen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Werksschließungen sind nach wie vor tabu. Die Analysten von Union Investment und Deka fordern einen effektiveren Aufsichtsrat mit schwacher Unternehmensführung.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.