Teilen:
International 18.04.2026, 03:52 Aktualisiert: 18.04.2026, 10:04

Waffenruhe im Nahen Osten: Hormusstraße vorübergehend geöffnet, Unsicherheit bleibt

Die Hormusstraße ist während der 10-tägigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon für Handelsschiffe geöffnet.

Wichtige Fakten

  • Die Hormusstraße ist während der 10-tägigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon für Handelsschiffe geöffnet.
  • Ölpreise sind um etwa 10% gefallen, nachdem Iran die Öffnung angekündigt hat.
  • Die USA behalten ihre Marineblockade gegen iranische Häfen bei und drohen mit Bombardements.
  • Eine internationale Mission unter Führung von UK und Frankreich soll die Schifffahrt in der Straße schützen.
  • Die UN fordern vollständige Wiederherstellung der Schifffahrtsrechte in der Hormusstraße.

Waffenruhe und Öffnung der Hormusstraße

Im Zuge einer 10-tägigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat der iranische Außenminister Abbas Araghchi die vollständige Öffnung der strategisch wichtigen Hormusstraße für Handelsschiffe angekündigt. Die Waffenruhe trat am Donnerstag in Kraft, jedoch meldete die libanesische Armee bereits Verstöße durch Israel. Die Öffnung der Straße, durch die etwa ein Fünftel des globalen Öls und Gases transportiert wird, führte zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise; Brent-Rohöl fiel um etwa 10% unter 90 US-Dollar pro Barrel.

Internationale Reaktionen und Unsicherheit

UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte die Öffnung als Schritt in die richtige Richtung, forderte aber die vollständige Wiederherstellung der internationalen Schifffahrtsrechte. US-Präsident Donald Trump lobte die Entwicklung, betonte jedoch, dass die US-Marineblockade gegen iranische Häfen bestehen bleibt, und drohte mit einer Beendigung der Waffenruhe, falls bis Mittwoch keine langfristige Vereinbarung erreicht wird. Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf warnte, dass die Straße bei Fortdauer der Blockade wieder geschlossen werden könnte.

Militärische und humanitäre Entwicklungen

Großbritannien kündigte einen breiten militärischen Beitrag zu einer internationalen Mission zum Schutz der Schifffahrt in der Hormusstraße an, die von UK und Frankreich geleitet wird. Gleichzeitig berichtete UNICEF von der Tötung zweier Lastwagenfahrer durch israelisches Feuer in Gaza, die sauberes Wasser liefern sollten, was die humanitäre Lage verschärft. Die Unsicherheit über die Nachhaltigkeit der Öffnung bleibt hoch, da einige Schiffe erfolglose Durchfahrtsversuche unternahmen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.