Osterwaffenruhe brüchig: Hunderte Verstöße kurz nach Inkrafttreten gemeldet
Wichtige Fakten
- • Eine 32-stündige Osterwaffenruhe trat am Samstagnachmittag in Kraft, wurde aber schnell gebrochen.
- • Ukraine meldete 469 russische Verstöße, Russland beschuldigte die Ukraine von Angriffen in Grenzregionen.
- • Beide Seiten tauschten je 175 Kriegsgefangene im Rahmen der Feuerpause aus.
- • In Odessa und Sumy gab es vor der Waffenruhe Tote und Verletzte durch Drohnenangriffe.
- • Präsident Selenskyj bekräftigte, dass die Ukraine sich an die Waffenruhe halten und auf Verstöße reagieren werde.
Brüchige Osterwaffenruhe trotz Vereinbarung
Die für das orthodoxe Osterfest vereinbarte 32-stündige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine trat am Samstagnachmittag in Kraft, wurde jedoch bereits kurz darauf massiv gebrochen. Laut Tagesschau meldete der ukrainische Generalstab 469 Verstöße seit 16 Uhr, darunter 22 direkte Angriffe, 153 Bombenangriffe und fast 300 Drohnenangriffe. Russland beschuldigte umgekehrt die Ukraine, in den Grenzregionen Kursk und Belgorod angegriffen zu haben, wobei fünf Menschen verletzt wurden.
Angriffe vor Waffenruhe-Beginn
Kurz bevor die Feuerpause begann, setzten beide Seiten ihre Drohnenangriffe fort. In Odessa wurden laut Stadtverwaltung mindestens zwei Menschen getötet, es gab Verletzte sowie Schäden an Wohnhäusern und einem Kindergarten. In Sumy im Nordosten der Ukraine meldeten Behörden mindestens 17 Verletzte und ähnliche Schäden. Die ukrainische Flugabwehr registrierte insgesamt 160 russische Drohnenangriffe, während Russland den Abschuss von 99 ukrainischen Drohnen meldete.
Gefangenenaustausch und politische Reaktionen
Im Rahmen der Waffenruhe tauschten beide Seiten je 175 Kriegsgefangene aus. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Feuerpause bis Sonntagabend angeordnet, um das Osterfest zu ermöglichen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte in seiner Videoansprache, dass sich die Ukraine an die Waffenruhe halten werde, äußerte aber den Wunsch nach einer Verlängerung und warnte vor einer militärischen Reaktion auf Verstöße. Kremlsprecher Dmitri Peskov bezeichnete Putins Schritt als "humanitäre" Geste, betonte aber weiterhin Moskaus Forderungen für eine umfassende Regelung.
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