Waffenruhe zwischen Israel und Libanon in Kraft – Hoffnungen und Spannungen
Wichtige Fakten
- • Die 10-tägige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon ist in Kraft getreten.
- • Der libanesische Präsident Joseph Aoun fordert den Abzug israelischer Truppen aus Südlibanon.
- • Israel lehnt einen Truppenabzug ab und will seine Missionen notfalls mit Gewalt beenden.
- • Die libanesische Armee meldete erste Verstöße gegen die Waffenruhe am Freitagmorgen.
- • Die Hisbollah warnt, ihre Kämpfer würden bei Verstößen 'den Finger am Abzug' behalten.
Waffenruhe in Kraft
Die 10-tägige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon ist in Kraft getreten und wurde in Libanon mit Erleichterung und vereinzelten Feiern aufgenommen. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk begrüßte die Vereinbarung als Basis für eine längerfristige Lösung und forderte alle Parteien zur vollständigen Umsetzung auf. Zehntausende vertriebene Familien begannen mit der Rückkehr in den Süden Libanons, obwohl die libanesische Armee und die Hisbollah vor einer vorzeitigen Rückkehr warnten.
Gegensätzliche Positionen
Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnete die Waffenruhe als "Tor zu Verhandlungen" und forderte den Abzug israelischer Truppen aus besetzten Gebieten im Süden Libanons, die Freilassung von Gefangenen und die Lösung von Grenzstreitigkeiten. Dagegen erklärte Israels Verteidigungsminister Israel Katz, die IDF werde die besetzten Gebiete nicht räumen und ihre Missionen notfalls mit Gewalt beenden. Die Hisbollah warnte, ihre Kämpfer würden "den Finger am Abzug" behalten, und der Iran drohte mit einer "vernichtenden" Reaktion auf US-israelische Aggression.
Erste Verstöße und internationale Reaktionen
Die libanesische Armee meldete bereits erste Verstöße gegen die Waffenruhe, darunter israelisches Maschinengewehrfeuer und intermittierendes Beschuss. Internationale Führungspersönlichkeiten wie der französische Präsident Emmanuel Macron und UN-Generalsekretär António Guterres begrüßten die Waffenruhe, mahnten aber zur Vorsicht. Parallel dazu fand in Paris ein Gipfel unter Beteiligung von etwa 40 Ländern statt, um die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz zu planen und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts zu mildern.
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