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Klima 02.08.2026, 08:06 Aktualisiert: 02.08.2026, 15:01

Waldbrandkrise in Griechenland: Hubschrauber-Kollision und neue Evakuierungen

Zwei Löschhubschrauber kollidierten bei Athen; Schicksal einer Besatzung unklar.

Wichtige Fakten

  • Zwei Löschhubschrauber kollidierten bei Athen; Schicksal einer Besatzung unklar.
  • Gale-force winds Trieben Flammen nach West-Attika; Evakuierungen Kandili, Agia Skepi, Toutouli.
  • 500 Feuerwehrleute und 23 Flugzeuge im Einsatz; Unterstützung aus Rumänien und Frankreich.
  • Mehr als 12.000 Hektar Land zerstört; Ministerpräsident nennt Lage äußerst schwierig.
  • In Frankreich: 420 Quadratkilometer verbrannt; 224.000 Menschen evakuiert.

Eskalation in West-Attika

Die Waldbrände westlich von Athen haben sich am Sonntag weiter ausgebreitet. Starke Winde trieben die Flammen in Richtung Osten, bedrohen Ortschaften und einen Industriebezirk außerhalb von Megara. Laut staatlichem Rundfunk ERT sind rund 500 Feuerwehrleute und 23 Flugzeuge im Einsatz. Bei den Löscharbeiten kollidierten zwei Löschhubschrauber und stürzten ab; eine großangelegte Such- und Rettungsaktion läuft für die Besatzung des zweiten Hubschraubers.

Neue Evakuierungen und internationale Hilfe

Die Behörden ordneten Evakuierungen für die Gemeinden Kandili, Agia Skepi und Toutouli an. Auch aus Porto Germeno wurden am Samstag zwölf Menschen per Boot in Sicherheit gebracht. Die Flammen haben bisher über 12.000 Hektar zerstört, darunter allein über 6.500 Hektar im Golf von Korinth. Unterstützung kommt aus Rumänien und Frankreich; landesweit gab es 13 Festnahmen wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Krise in Frankreich und Spanien stabilisiert sich teilweise

Während Griechenland mit den Folgen kämpft, ist die Lage in Frankreich und Spanien angespannt. Frankreichs größter Waldbrand im Gironde ist eingedämmt, aber noch nicht gelöscht, nachdem 224.000 Menschen evakuiert werden mussten. In der Provence wurde ein weiterer Brand stabilisiert. Insgesamt verbrannten in Frankreich seit Jahresbeginn über 1.170 Quadratkilometer.

Klimawandel erhöht Risiko

Die extreme Brandsaison wird durch den Klimawandel begünstigt. Laut EU-Klimadienst Copernicus hat sich Europa seit den 1980er-Jahren doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt. Eine Analyse von World Weather Attribution zeigt, dass die durch Menschen verursachte Klimaerwärmung die Wahrscheinlichkeit solcher Feuerbedingungen verdoppelt hat.

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