Waldbrände in Südfrankreich legen Weltkriegs-Munition frei
Wichtige Fakten
- • Rund 400 historische Granaten bei Waldbränden in Le Porge entdeckt.
- • Munition stammt aus Zweitem Weltkrieg, darunter Granaten deutscher und französischer Herkunft.
- • Mehr als 100 Explosionen bei Bränden, die teils durch Hitze ausgelöst wurden.
- • Über 180 Häuser in der Region wurden zerstört, teils Bewohner durften zurückkehren.
- • Behörden sperrten Bereiche wegen Munitionsresten, wie der Bürgermeister mitteilte.
Waldbrände in Gironde: Munitionsfunde in Le Porge
Bei den verheerenden Waldbränden in Südfrankreich haben Einsatzkräfte in der Gemeinde Le Porge rund 400 historische Granaten und Munitionsteile aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Die Behörden gehen davon aus, dass die Hitze der Flammen die alten Sprengkörper zur Explosion brachte, was den Anwohnern wie Kriegsgeräusche vorgekommen sein dürfte.
Evakuierungen und Schäden
Mehr als 180 Häuser wurden in Le Porge zerstört. Nachdem Entminungsexperten einen Teil des Gebiets untersucht hatten, kehrten die meisten Bewohner zurück, doch bestimmte Zonen wie der Zugang zum Meer und der Campingplatz bleiben gesperrt. Bürgermeister Martial Zaninetti berichtete von rund 100 Explosionen in der zweiten Brandnacht und warnte vor verbliebenen Gefahren.
Ausmaß der Brände in Südfrankreich und Europa
Die Waldbrände in der Gironde zählen zu den schwersten seit dem Zweiten Weltkrieg; über 42.000 Hektar wurden vernichtet. In Frankreich und Spanien mussten insgesamt mehr als 330.000 Menschen evakuiert werden. Premierminister Sébastien Lecornu sprach den Einsatzkräften seinen Dank aus und versicherte, dass das Land der beispiellosen Krise standgehalten habe.
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