Waldumbau: Herausforderungen und Chancen für die Holzindustrie
Wichtige Fakten
- • Fichte leidet unter Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer.
- • Wälder werden zu Laubmischwäldern umgebaut.
- • Holz speichert Kohlenstoff auch nach der Verarbeitung.
- • Fast die Hälfte des Waldes ist in Privatbesitz.
- • Sägewerke müssen neue Holzarten verarbeiten.
Klimawandel bedroht Fichtenbestände
Die Erderwärmung setzt dem Wald zu. Hitze, Trockenheit und der Borkenkäfer gefährden die Fichte, die ein wichtiger Rohstoff der Holzindustrie ist. Stabile Wälder sind als CO2-Speicher und Lieferanten für nachwachsendes Baumaterial relevant. Der Waldumbau bedeutet neue Herausforderungen, unter anderem für Sägewerke.
Anpassung der Holzindustrie
Im rheinland-pfälzischen Hunsrück reagiert Larissa Kuntz mit ihrem Familienbetrieb Elka Holzwerke auf die Veränderungen. Sie kauft neben Fichten auch Douglasien und Kiefern und entwickelt Holzwerkstoffplatten, die unterschiedliche Holzarten verarbeiten können. Neuerdings testet sie auch Buchenholz, das für das auf Nadelholz spezialisierte Unternehmen schwieriger zu verarbeiten ist.
Trend zu Laubmischwäldern
Laut Klaus Hennenberg vom Öko-Institut wird die Fichte aufgrund ihrer schlechten Trockenheitsresistenz immer stärker ausfallen. Wälder werden daher in Richtung Laubmischwälder umgebaut. Das Thünen-Institut bestätigt diesen Trend: Nadelbaumarten werden weniger, Laubbäume nehmen zu. Die Nutzung von regionalem Holz ist aus Klimasicht sinnvoll, da der im Holz gebundene Kohlenstoff gespeichert bleibt.
Herausforderungen für Privatwaldbesitzer
Fast die Hälfte des deutschen Waldes ist in Privatbesitz. Jochen Baur in der Eifel fördert einen natürlich entstehenden Mischwald, indem er gezielt Platz für Buchen schafft. Forstberater Erwin Wiesen berät Privatwaldbesitzer und betont, dass die Fichte in Zukunft eine Rolle spielen kann, aber Mischwälder das Ziel sind. Sägewerke müssen diese Vielfalt mitdenken, was neue Verfahren erfordert und Zukunftsängste mit sich bringt.
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