Deutschland geht gegen Schlepper-Netzwerke vor: Erste Razzien unter neuem Gesetz
Wichtige Fakten
- • Erste Razzien unter neuem Gesetz gegen Schlepper in Deutschland.
- • Über 9.000 Schwimmwesten und 60 Schlauchboote in NRW beschlagnahmt.
- • Ausrüstung hätte über 2.000 Migranten über den Ärmelkanal bringen können.
- • Neues Gesetz macht Schleppen nach Großbritannien strafbar.
- • Kurdische Netzwerke kontrollieren Schleppergeschäft in Westdeutschland.
Erste Razzien unter neuem Gesetz
Deutschland hat erstmals Razzien unter einem neuen Gesetz durchgeführt, das Schlepper bekämpfen soll, die das Land als Zwischenstation für Ärmelkanal-Überfahrten nutzen. Bei einer gemeinsamen Operation von UK, Frankreich und Deutschland in Nordrhein-Westfalen wurden über 9.000 Schwimmwesten, Dutzende Schlauchboote, Motoren und 360 Pumpen beschlagnahmt.
Umfang der Beschlagnahmungen
Nach Angaben der britischen National Crime Agency hätte die Ausrüstung über 2.000 Migranten über den Ärmelkanal bringen können. Die Boote werden an einem geheimen Ort gelagert, den die BBC besichtigen konnte. Die Schlauchboote sind etwa neun Meter lang und wurden in Kartons verpackt gefunden.
Neues Gesetz und Hintergrund
Das im Dezember verabschiedete Gesetz stellt die Erleichterung von Schlepperei nach Großbritannien unter Strafe. Zuvor galt deutsches Anti-Schlepper-Recht nur für EU-Staaten, nicht für Drittländer wie Großbritannien nach dem Brexit. Experten erwarten, dass die neuen Maßnahmen die Schlepper unter Druck setzen, auch wenn die Rechtslage noch ungetestet ist.
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