Wallabies: Noch ein Jahr bis zur Heim-WM – klaffende Lücke zu Frankreich
Wichtige Fakten
- • Sechste Niederlage in Folge für Australien.
- • Frankreich drehte 21:12-Rückstand in 42:26-Sieg.
- • Turnoverkönig McReight mit zwei Versuchen.
- • Frankreichs Bankspieler machten den Unterschied.
- • Schmidt geht nach nächster Woche, Les Kiss übernimmt.
Niederlage gegen Frankreich: Australiens Krise verschärft sich
Die australische Rugby-Nationalmannschaft hat ihr sechstes Testspiel in Folge verloren. Gegen Frankreich unterlagen die Wallabies trotz einer 21:12-Halbzeitführung noch mit 26:42. Besonders schmerzhaft war der Einbruch nach 16 Minuten der zweiten Halbzeit, als Frankreich entscheidend davonzog. Trainer Joe Schmidt wirkte fassungslos: Die gleichen Probleme – Disziplinschwund, nachlassende Tackle-Intensität – kehrten wieder.
Vielversprechende erste Halbzeit
In Durchgang eins überzeugte Australien mit Tempo, Kontinuität und einfachem Spiel: Brandon Paenga-Amosa, Fraser McReight und Josh Canham trumpften auf. McReight zeigte wie in der gesamten Saison seine Klasse als Tackle-Artist (25 Turnovers 2025). Frankreichs Gegenwehr wurde erst nach Gelb-Rot für Emmanuel Meafou gebrochen – doch die Entscheidung fiel spät: Schiedsrichterentscheidungen und Nutzung von Bankspielern entschieden das Spiel.
Frankreichs Bank macht den Unterschied
Während Australien seine besten Kräfte wie Rob Valetini früh verlor, brachte Frankreich nach der Pause frische Stürmer und überrollte die Wallabies schlicht physisch. Talentierte Ballträger wie Moefana und Ntamack sowie Drängelei mit Übergewicht – das zeigte die Lücke im Kader der Gastgeber. Der scheidende Trainer Joe Schmidt überlässt Nachfolger Les Kiss kaum Geheimnisse, es fehlt an vielseitiger Athletik und Substanz auf dem Schlussabschnitt.
Zukunftssorgen vor Heim-Weltmeisterschaft
Kiss übernimmt im nächsten Jahr eine talentierte, aber dünn besetzte Mannschaft. Das abschließende Fazit des Guardians zeigt: Plucky defeats decorated with patches of excellence (heldenhafte Niederlagen geschmückt mit Blitzlichtern der Perfektion) reichen nicht. Ohne radikale Reformen im Nachwuchs und im Vereinsspiel könnte die Stimmung zudem kippen: Ein generationenübergreifender Vertrauensverlust steht vor der Tür.
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