Wandel in der US-Haltung zu Israel: Bipartisan-Konsens bröckelt
Wichtige Fakten
- • 40 US-Senatsdemokraten stimmten gegen Bulldozer-Lieferungen an Israel.
- • 60% der US-Erwachsenen haben eine ungünstige Meinung zu Israel (Pew-Umfrage).
- • Die Denkfabrik J Street lehnt erstmals direkte US-Waffenhilfe für Israel ab.
- • Die Meinungsverschiebung ist bei unter 50-Jährigen beider Parteien besonders ausgeprägt.
- • Der Gaza-Krieg und der Iran-Konflikt treiben die Veränderung voran.
Zusammenfassung
Die traditionelle biparitische Unterstützung der USA für Israel zeigt Risse, angetrieben durch veränderte öffentliche Meinung und innenpolitischen Druck. Laut einer Pew-Umfrage haben 60% der US-Erwachsenen eine ungünstige Meinung zu Israel, ein Anstieg um 7% im letzten Jahr. Im US-Senat stimmten kürzlich 40 Demokraten gegen die Lieferung von Caterpillar D9-Bulldozern an Israel, ein Rekordwert, der den wachsenden Widerstand selbst in pro-israelischen Kreisen verdeutlicht.
Die Verschiebung ist besonders unter jüngeren Wählern beider Parteien und bei linken Demokraten ausgeprägt, wobei der Gaza-Krieg mit geschätzt über 72.000 palästinensischen Toten und der US-israelische Iran-Konflikt als Haupttreiber gelten. Die liberale Denkfabrik J Street kündigte an, erstmals direkte US-Finanzierung für Waffenverkäufe an Israel abzulehnen, und forderte, Israel wie andere wohlhabende Verbündete ohne Subventionen zu behandeln.
Experten sehen die 2028-Präsidentschaftswahlen als Wendepunkt, da demokratische Kandidaten zunehmend gezwungen sein könnten, die Militärhilfe zu thematisieren, während auf republikanischer Seite „America First“-Argumente an Gewicht gewinnen.
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