Wasser im Wald halten: Versickerungsmulden gegen Starkregen
Wichtige Fakten
- • Ein Quadratmeter Waldboden kann bis zu 200 Liter Wasser speichern.
- • Versickerungsmulden kosten 100-120 Euro Baggerstunde.
- • Mulden fördern langsame Versickerung, oft innerhalb weniger Stunden.
- • Multurierlich wachsen Mulden zu Biotopen für Pflanzen und Tiere.
- • Rigolen mit Schotter bremsen Wasser, wo Mulden nicht funktionieren.
Kostengünstige Maßnahmen gegen Starkregen
Im Karlsruher Grötzinger Bergwald werden kleine Versickerungsmulden am Waldweg genutzt, um bei Starkregen das Wasser zu bremsen und langsam versickern zu lassen. Ursprünglich sollte Wasser schnell abfließen, doch durch Trockenperioden und Waldsterben setzt man heute auf Verweilen. Die Mulden kosten rund 100–120 Euro pro Baggerstunde und sind effektiv: Sie verhindern Überschwemmungen waldabwärts und versorgen Bäume mit Wasser. Ein Quadratmeter Waldboden speichert bis zu 200 Liter Wasser, was auch das Grundwasser schützt.
Rigolen als Alternative
Wo Mulden nicht ausreichen, kommen Rigolen zum Einsatz: mit Steinen und Schotter gefüllte Gräben, die das Fließtempo nehmen und Wasser versickern lassen. Heike Puhlmann von der FVA Baden-Württemberg betont die Bedeutung für die CO2-Speicherung – nur vitale Wälder können langfristig als Kohlenstoffsenke dienen und dem Klimawandel entgegenwirken.
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