Wettbüros im Visier: Australien warnt vor US-Wahlprognosemärkten
Wichtige Fakten
- • US-Wahlprognose-Plattformen wetten auf australische Politik und Wortwahl von Premier Albanese.
- • Polymarket und Kalshi sind in Australien nicht reguliert, aber per VPN leicht zugänglich.
- • Über 98.000 US-Dollar wurden auf Kalshi zur nächsten australischen Unterhauswahl gewettet.
- • Die australische Medienaufsicht Acma ließ Polymarket 2025 blockieren, beobachtet die Entwicklung.
- • Sucht- und Glücksspielexperten fordern strengere Regulierung gegen internationale Anbieter.
Prognosemärkte im Fokus: Australische Behörden prüfen US-Anbieter
Australische Regulierungsbehörden und Glücksspielexperten beobachten mit Sorge den rasanten Aufstieg von US-Wahlprognosemärkten wie Polymarket und Kalshi. Die Plattformen bieten Wetten auf australische Politik an – darunter tausende Dollar schwere Anfragen auf die Wortwahl von Premierminister Anthony Albanese im Parlament, die Lockerbie-Wahl oder die Arbeitslosigkeit. Zwar sind beide Anbieter in Australien nicht lizenziert und blockieren australische IP-Adressen, doch ein Zugriff per VPN ist möglich.
Expertenschalkran: Wettplattformen womöglich regulativ noch nicht erfasst
Martin Thomas, CEO der Alliance for Gambling Reform, warnte davor, dass das Phänomen „unbemerkt“ bleiben könnte und Australiens Regulierungsbehörden hinter neuen Trends hinterher laufen würden Sie äußerte die Sorge, dass die aktuelle Reformplanung eine Gesetzeslücke lasse. Kai Cantwell von Responsible Wagering Australia forderte mehr Transparenz und kritisierte die hohe Manipulationsanfälligkeit der Anbieterseite. ASIC und ACMA betonten, sie beobachteten die Lage genau und prüften rechtliche Schritte – während eine vom kanadischen Nachrichtendienst zitierte Pressestelle von Kalshi ausführte, dass es keine aktuellen Anträge auf eine Betriebsgenehmigung im Land gebe.
Das könnte Sie auch interessieren
Sicherheitsskandale in australischen Abschiebehaftanstalten: Zwei Milliarden Dollar an Privatfirma verschwendet
Tödlicher Hai-Angriff am Great Barrier Reef - zweiter Vorfall in Australien innerhalb einer Woche
Unabhängige in Australien erwägen Parteigründung gegen One Nation
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.