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Gesellschaft 09.06.2026, 11:00 Aktualisiert: 09.06.2026, 12:06

WM-Einsatz: Arbeiter in US-Austragungsstädten drohen mit Streik

2000 Arbeiter im SoFi-Stadion stimmten zu 96% für Streik.

Wichtige Fakten

  • 2000 Arbeiter im SoFi-Stadion stimmten zu 96% für Streik.
  • Hotelangestellte in Seattle und Philadelphia ebenfalls mit Streikdrohung.
  • Hauptforderungen: Lohnerhöhungen, ICE-Schutz, bessere Arbeitsbedingungen.
  • Unternehmen beteuern Verhandlungsbereitschaft und haben Notfallpläne.

Spielfeld der Ungleichheit

Nur zwei Tage vor dem Anpfiff der Weltmeisterschaft am 11. Juni eskalieren die Arbeitskonflikte in mehreren US-Austragungsstädten. In Los Angeles votierten rund 2.000 Beschäftigte im SoFi-Stadion – darunter Kassierer, Köche und Barkeeper – zu 96 % für einen Streik. Sie fordern einen neuen Tarifvertrag mit deutlichen Lohnerhöhungen auf über 30 Dollar pro Stunde sowie Schutz vor der Einwanderungsbehörde ICE. Viele der oft migrantischen Arbeiter können sich das Leben nahe dem Stadion nicht leisten; eine Barfrau berichtet von zweistündigen Pendelwegen. Ein Bündnis aus Gewerkschaften und Bürgerrechtsgruppen hat zudem Beschwerde gegen die Fifa-Akkreditierung eingelegt, die die Preisgabe von Einwanderungsdaten verlangt.

Hotelangestellte schließen sich an

Auch in Seattle und Philadelphia wächst der Widerstand. Im Seattle Embassy Suites Hilton nahe dem Lumen Field stimmten die Hotelangestellten zu 94 % für Streik. Sie verlangen höhere Löhne, ganzjährige Krankenversicherung und mehr Personal. In Philadelphia haben sechs Hotels eine Streikfrist bis zum 12. Juni gesetzt, da die laufenden Verträge abgelaufen sind. Ein Hilton-Sprecher betonte gegenüber der Presse die Verhandlungsbereitschaft. Die Arbeitgeber verweisen auf die erwarteten Millionen umsätze der WM – die Beschäftigten fordern ihren Anteil. Everett Eyerly ein Rezeptionist in Seattle bringt es auf den Punkt: „Wir alle verdienen es, genug zu verdienen, um nur einen Job machen zu müssen – und danach noch Energie für unsere Familie zu haben.“ Unklar bleibt wie viele tausende Besucher betroffen wären falls es zu Ausständen kommt.

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