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Wirtschaft 11.06.2026, 07:22 Aktualisiert: 11.06.2026, 10:02

WM 2026: Milliardengeschäft FIFA, Hitzekampf und Schottlands Rückkehr

FIFA peilt im WM-Zyklus 13 Mrd. Dollar Umsatz an.

Wichtige Fakten

  • FIFA peilt im WM-Zyklus 13 Mrd. Dollar Umsatz an.
  • Erstmals 48 Teams mit 104 Spielen bei der WM.
  • England gewinnt Testspiele gegen Neuseeland und Costa Rica.
  • Schottland-Fans reisen zur ersten WM seit 30 Jahren.
  • Spieler kämpfen mit extremer Hitze in den USA.

Milliardengeschäft WM: FIFA als großer Gewinner

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada ist mehr als ein Sportereignis: Rund sechs Milliarden Zuschauer werden erwartet, sechs Millionen Fans in den Stadien. Vor allem die FIFA profitiert: Für den Zyklus 2023-2026 hat sie ein Umsatzziel von 13 Milliarden Dollar angekündigt, eine deutliche Steigerung gegenüber den 7-8 Milliarden bei der WM in Katar. TV-Rechte machen über 50 % der Einnahmen aus, gefolgt von Sponsoring (rund 30 %) und Ticketverkäufen (etwa 10 %). Die erstmalige Aufstockung auf 48 Teams und 104 Spiele steigert zusätzlich die Werbe- und Sponsoreneinnahmen.

Streamingdienste und Medien als zweite Gewinner

Auch Streamingplattformen wie DAZN, MagentaTV oder Comcast erhoffen sich von der WM neue Abonnenten und Werbeeinnahmen. Die Vergabe der Übertragungsrechte erfolgt in geheimen Verhandlungen mit der FIFA – die Preise sind nicht bekannt. Der Erfolg für die Anbieter hängt jedoch stark vom Abschneiden der heimischen Mannschaft ab, wie Sportmanagement-Professor Florian Pfeffel betont.

Kosten für Gastgeber und Kommunen

Während FIFA und Medien hohe Gewinne erzielen, bleiben viele Kosten bei den Gastgeberländern und Kommunen – etwa für Stadien, Sicherheit und Infrastruktur. Kritiker beklagen ein ungerechtes Geschäft für Steuerzahler. Der von der FIFA beworbene Wirtschaftsschub von 17 Milliarden Dollar für die USA sei angesichts eines BIP von 30 Billionen Dollar vernachlässigbar, so Sportökonom Christoph Breuer: „Das ist kaum zu spüren“ (0,05 % Anteil). Es gebe einen großen Gewinner und viele Verlierer.

England: Tuchels letzte Tests und Bellingham-Entscheidung

Englands Nationalmannschaft unter Thomas Tuchel gewann ihre beiden Testspiele gegen Neuseeland (1:0) und Costa Rica (3:0). Gegen Costa Rica überzeugte Jude Bellingham nach Verletzungsproblemen mit einer starken Leistung und empfahl sich für die Startelf. Tuchel ließ die Aufstellung für das WM-Auftaktspiel gegen Kroatien am 17. Juni offen, deutete aber an, dass beide Spieler (Bellingham und Morgan Rogers) zur Startelf gehören könnten. Harry Kane bleibt nach zwei Toren in der WM-Vorbereitung der zentrale Angreifer.

Schottland: Tartan Army im Anflug

In Boston bereitet sich Schottland auf die erste WM-Teilnahme seit fast 30 Jahren vor. Tausende Fans der Tartan Army reisen an, darunter auch der 69-jährige Jim Stewart, der seit 1972 kein Heimspiel mehr verpasst hat. Das erste Gruppenspiel gegen Haiti findet am Samstag um 21:00 Uhr Ortszeit statt. Viele Fans berichten von Problemen mit Reisegenehmigungen, die kurzfristig widerrufen wurden.

Hitze als Herausforderung

Spieler und Teams kämpfen mit extremen Temperaturen von bis zu 36 °C in Texas, wo England gegen Kroatien antritt. Die FIFA hat Trinkpausen eingeführt, und England trainierte extra in beheizten Zelten. Thomas Tuchel erwartet, dass seine Spieler unter den Bedingungen „leiden“ werden. Auch in Mexiko und Kanada werden Temperaturen über 30 °C erwartet.

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