Wohnkosten belasten Studierende: 65 Prozent gelten als überbelastet
Wichtige Fakten
- • Studierende geben durchschnittlich 54% des Einkommens für Wohnen aus.
- • Gesamtbevölkerung: nur 24% für Wohnen im Vergleich.
- • 65% der Studierenden gelten als überbelastet (>40%-Grenze).
- • Hälfte der Studierenden hat unter 963 Euro Nettoäquivalenzeinkommen.
- • Wohnkosten stiegen auf durchschnittlich 520 Euro/Monat (Stand 23.03.2026).
Laut der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 des Statistischen Bundesamtes geben Studierende mit eigener Haushaltsführung im Durchschnitt 54 Prozent ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus. In der Gesamtbevölkerung liegt dieser Anteil bei lediglich 24 Prozent – weniger als halb so hoch. Besonders stark betroffen sind Studierende, die allein leben: Sie wenden durchschnittlich 56 Prozent ihres Einkommens für Wohnen auf.
Nach EU-Definition gelten Haushalte als durch Wohnkosten überbelastet, wenn sie mehr als 40 Prozent ihres verfügbaren Einkommens fürs Wohnen ausgeben müssen – selbst nach Abzug von Wohnzuschüssen. Bei Studierenden trifft das auf 65 Prozent zu, in der Gesamtbevölkerung nur auf elf Prozent. Die Wohnkosten sind zuletzt auf durchschnittlich 520 Euro pro Monat gestiegen (Stand: 23.03.2026). Die Hälfte der Studierenden mit eigener Haushaltsführung hat ein Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 963 Euro im Monat. p>
Die wichtigsten Einkommensquellen der Studierenden sind die eigene Erwerbstätigkeit (45 Prozent) und private Unterstützung durch Eltern oder Angehörige (29 Prozent). BAföG-Leistungen und Stipendien machen durchschnittlich 14 Prozent aus, sonstige Einkünfte wie Kindergeld 12 Prozent.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.