Zeitumstellung: Belastung für Biorhythmus und Gesundheit
Wichtige Fakten
- • 84% der EU-Bürger lehnen Zeitumstellung ab
- • Zeitumstellung erhöht Unfall- und Herzinfarktrate
- • Schlafmediziner warnen vor dauerhafter Sommerzeit
- • Energieeinsparung durch Sommerzeit nicht erreicht
- • Menschlicher Stoffwechsel ändert sich mit Jahreszeiten
Gesundheitliche Auswirkungen der Zeitumstellung
Die Zeitumstellung zweimal jährlich belastet den menschlichen Biorhythmus erheblich, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Bei der Umstellung auf Sommerzeit verlieren Menschen durchschnittlich eine Stunde Schlaf, was zu Konzentrationsproblemen, erhöhter Unfallrate und mehr Herzinfarkten in den Tagen nach der Umstellung führt. Eine EU-Umfrage aus 2018 ergab, dass 84 Prozent der Bürger die Zeitumstellung abschaffen wollen.
Wissenschaftliche Positionen
Schlafforscher wie Eva Winnebeck von der Universität Surrey und die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin warnen vor den negativen Gesundheitsauswirkungen. Der Berliner Schlafmediziner Dieter Kunz weist darauf hin, dass der menschliche Stoffwechsel sich saisonal ändert – im Winter befinde sich der Körper in einem "Energiesparmodus" mit längeren Schlafphasen. Die ursprüngliche Hoffnung, durch Sommerzeit Energie zu sparen, hat sich nicht erfüllt.
Empfehlungen der Experten
Die Fachgesellschaften plädieren einheitlich für eine dauerhafte Normalzeit (Winterzeit), da diese am besten mit dem natürlichen Tageslichtrhythmus harmoniert. Von einer permanenten Sommerzeit raten alle Experten ab, da dies zu chronischem Tageslichtmangel führen würde. Falls eine Abschaffung der Zeitumstellung nicht möglich sei, bleibe sie die zweitbeste Lösung, so Winnebeck.
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