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Gesellschaft 28.03.2026, 10:20 Aktualisiert: 28.03.2026, 12:04

Zeitumstellung: Wissenschaftliche Erkenntnisse zu gesundheitlichen Auswirkungen

84% der EU-Bürger lehnen Zeitumstellung laut EU-Umfrage 2018 ab.

Wichtige Fakten

  • 84% der EU-Bürger lehnen Zeitumstellung laut EU-Umfrage 2018 ab.
  • Schlafforscher: Biorhythmus und Schlafqualität leiden bei Uhrenumstellung.
  • Herzinfarkt- und Unfallraten steigen kurz nach Zeitwechsel an.
  • Permanente Sommerzeit würde zu wenig Tageslicht im Winter bedeuten.
  • Menschlicher Stoffwechsel verändert sich mit Tageslänge (Serotonin im Winter geringer).

Kontroverse um halbjährliche Uhrenumstellung

Die Zeitumstellung, die 1980 in Deutschland zur Energieeinsparung eingeführt wurde, erweist sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen als problematisch für die menschliche Gesundheit. Laut einer nicht repräsentativen EU-Umfrage von 2018 lehnen 84 Prozent der Menschen die halbjährliche Umstellung ab. Fachgesellschaften wie die British Sleep Society und die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin kommen zu dem Schluss, dass der Biorhythmus und die Schlafqualität leiden, wenn die Uhren vorgestellt werden.

Gesundheitliche Risiken und Anpassungsschwierigkeiten

Schlafforscherin Eva Winnebeck erklärt, dass die Umstellung auf Sommerzeit zu einer Stunde weniger Schlaf führt, da Menschen nicht einfach früher einschlafen können. In den Tagen nach der Zeitumstellung steigen die Unfallrate und die Herzinfarktrate an, während die Konzentrationsfähigkeit abnimmt. Langfristige Untersuchungen sind schwierig, da sich mit der Zeitumstellung auch äußere Faktoren wie Tageslänge und Temperatur ändern.

Unterschiedliche Perspektiven auf die Lösung

Während Fachgesellschaften für eine dauerhafte Normalzeit plädieren, argumentiert Schlafmediziner Dieter Kunz, dass die Zeitumstellung der menschlichen Physiologie entgegenkomme, da Menschen im Winter anders funktionieren als im Sommer. Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass eine permanente Sommerzeit nicht sinnvoll wäre, da sie zu wenig Tageslicht im Winter bedeuten würde – und unsere inneren Uhren richten sich am Tageslicht aus, nicht an der Uhrzeit.

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