Armut und Gesundheit: Kongress in Berlin diskutiert soziale Ungleichheit
- • Männer in benachteiligten Regionen leben 7,2 Jahre kürzer als in wohlhabenden Gebieten
- • Die Lebenserwartungslücke zwischen Arm und Reich hat seit 2003 zugenommen
- • Über eine Million Kinder können Grundbedürfnisse nicht decken
"Der Kongress soll Wege aufzeigen, wie sozial bedingte Ungleichheiten bei den Gesundheitschancen nachhaltig verringert werden können."
Steigender Armutsgrad in Deutschland bedroht mehr Menschen
- • Etwa 13,3 Millionen Menschen waren im Jahr 2025 in Deutschland armutsgefährdet.
- • Der Anteil der armutsgefährdeten Bevölkerung stieg von 15,5 Prozent im Jahr 2024 auf 16,1 Prozent im Jahr 2025.
- • Besonders betroffen sind Alleinlebende, Alleinerziehende und Arbeitslose.
"Die anhaltend steigenden Zahlen der Armutsgefährdung unterstreichen die dringende Notwendigkeit politischer Maßnahmen, um soziale Teilhabe und Unterstützung für gefährdete Gruppen zu verbessern."
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.
Oxfam-Bericht: Zahl der Milliardäre über 3.000 – Vermögen steigt weiter, Oxfam warnt vor wachsendem politischem Einfluss
- • Oxfam zufolge überschritt die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre 2025 erstmals die Marke von 3.000; ihr gemeinsames Vermögen lag bei 18,3 Billionen US-Dollar (Rekordwert).
- • Laut Oxfam stieg das Vermögen der Milliardäre im vergangenen Jahr um 16 Prozent; seit 2020 legte es inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent zu (Guardian: 81 Prozent bzw. +8,2 Billionen US-Dollar).
- • Oxfam betont, dass fast die Hälfte der Menschheit in Armut lebt; der Guardian berichtet zudem, dass Fortschritte im Kampf gegen Armut und Hunger zuletzt stockten.
"Oxfam erwartet ohne politische Gegenmaßnahmen (höhere Besteuerung sehr großer Vermögen, stärkere Umverteilung) eine weitere Zuspitzung der Vermögenskonzentration. Gleichzeitig dürfte der Konflikt um Verteilung und demokratische Einflussnahme an Schärfe gewinnen – sowohl durch steuerpolitische Debatten (u.a. Erbschaftsteuer) als auch durch anhaltende Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten, Austerität und Korruption."