Thema: CIA

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Freitag, 16. Januar 2026
International 16.01.2026, 06:59
16.01.2026, 20:20
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Machado überreicht Trump Nobelpreis-Medaille – CIA-Chef Ratcliffe trifft Delcy Rodríguez in Caracas

Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado übergab US-Präsident Donald Trump bei einem nicht-öffentlichen Mittagessen im Weißen Haus ihre Nobel-Friedenspreis-Medaille als symbolische Geste der Dankbarkeit.

Trump bestätigte die Übergabe auf Truth Social und schrieb, Machado habe ihm „ihren Friedensnobelpreis“ für seine geleistete Arbeit überreicht; er nannte dies eine „wunderbare Geste des gegenseitigen Respekts“.

Das Weiße Haus veröffentlichte ein Foto aus dem Oval Office, auf dem Trump die gerahmte Medaille hält; der beigefügte Text würdigt Trumps „prinzipientreue und entschiedene Maßnahmen“ zur Sicherung eines „freien Venezuelas“.

Nobel-Institutionen in Oslo betonten erneut, dass der Nobelpreis weder widerrufen noch geteilt oder übertragen werden kann; übertragbar ist lediglich die Medaille, nicht der Laureaten-Titel.

Laut Sprecherin Karoline Leavitt änderte das Treffen nichts an Trumps Haltung zur Übergangsführung in Venezuela: Er unterstützt weiterhin Delcy Rodríguez als amtierende Staatschefin und hält Machado für innenpolitisch nicht ausreichend gestützt; zugleich bezeichnete Leavitt Machado als „bemerkenswerte und mutige Stimme“.

Machado sagte in US-Medien (u.a. Fox News), sie glaube, sie werde „wenn die richtige Zeit gekommen ist“ zur Präsidentin gewählt – als erste gewählte Frau an der Spitze Venezuelas.

CIA-Direktor John Ratcliffe reiste nach Caracas und traf Delcy Rodríguez weniger als zwei Wochen nach der von US-Kräften geführten Operation, bei der Nicolás Maduro am 3. Januar festgesetzt und in die USA gebracht wurde.

Nach Darstellung eines US-Offiziellen (zitiert u.a. in US-Medien) diente Ratcliffes Reise dazu, die Botschaft zu überbringen, die USA strebten eine verbesserte Arbeitsbeziehung mit der von Rodríguez geführten Restführung an.

Erstmals seit Maduros Festsetzung landete ein Abschiebeflug aus den USA in Caracas; an Bord waren laut Bericht 199 Venezolaner.

Ausblick

"Die neuen Signale deuten auf eine weitergehende pragmatische Zusammenarbeit zwischen Washington und der amtierenden Führung um Delcy Rodríguez hin – trotz der symbolisch aufgeladenen Unterstützungsgeste Machados. Kurzfristig ist daher eher mit Absprachen zu Migration und Energie (Ölöffnung) als mit einem unmittelbaren Machtwechsel zugunsten der Opposition zu rechnen; ob und wann ein belastbarer Fahrplan für Wahlen entsteht, bleibt offen."