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Machado überreicht Trump Nobelpreis-Medaille – CIA-Chef Ratcliffe trifft Delcy Rodríguez in Caracas
Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado übergab US-Präsident Donald Trump bei einem nicht-öffentlichen Mittagessen im Weißen Haus ihre Nobel-Friedenspreis-Medaille als symbolische Geste der Dankbarkeit.
Wichtige Fakten
- • Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado übergab US-Präsident Donald Trump bei einem nicht-öffentlichen Mittagessen im Weißen Haus ihre Nobel-Friedenspreis-Medaille als symbolische Geste der Dankbarkeit.
- • Trump bestätigte die Übergabe auf Truth Social und schrieb, Machado habe ihm „ihren Friedensnobelpreis“ für seine geleistete Arbeit überreicht; er nannte dies eine „wunderbare Geste des gegenseitigen Respekts“.
- • Das Weiße Haus veröffentlichte ein Foto aus dem Oval Office, auf dem Trump die gerahmte Medaille hält; der beigefügte Text würdigt Trumps „prinzipientreue und entschiedene Maßnahmen“ zur Sicherung eines „freien Venezuelas“.
- • Nobel-Institutionen in Oslo betonten erneut, dass der Nobelpreis weder widerrufen noch geteilt oder übertragen werden kann; übertragbar ist lediglich die Medaille, nicht der Laureaten-Titel.
- • Laut Sprecherin Karoline Leavitt änderte das Treffen nichts an Trumps Haltung zur Übergangsführung in Venezuela: Er unterstützt weiterhin Delcy Rodríguez als amtierende Staatschefin und hält Machado für innenpolitisch nicht ausreichend gestützt; zugleich bezeichnete Leavitt Machado als „bemerkenswerte und mutige Stimme“.
- • Machado sagte in US-Medien (u.a. Fox News), sie glaube, sie werde „wenn die richtige Zeit gekommen ist“ zur Präsidentin gewählt – als erste gewählte Frau an der Spitze Venezuelas.
- • CIA-Direktor John Ratcliffe reiste nach Caracas und traf Delcy Rodríguez weniger als zwei Wochen nach der von US-Kräften geführten Operation, bei der Nicolás Maduro am 3. Januar festgesetzt und in die USA gebracht wurde.
- • Nach Darstellung eines US-Offiziellen (zitiert u.a. in US-Medien) diente Ratcliffes Reise dazu, die Botschaft zu überbringen, die USA strebten eine verbesserte Arbeitsbeziehung mit der von Rodríguez geführten Restführung an.
- • Erstmals seit Maduros Festsetzung landete ein Abschiebeflug aus den USA in Caracas; an Bord waren laut Bericht 199 Venezolaner.
Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat US-Präsident Donald Trump bei einem nicht-öffentlichen Mittagessen im Weißen Haus ihre Nobel-Friedenspreis-Medaille überreicht. Sie bezeichnete die Übergabe als persönliches Zeichen der Dankbarkeit und als Anerkennung für Trumps „einzigartiges Engagement“ für Venezuelas Freiheit – unter Verweis auf die von den USA geführte Operation, bei der Nicolás Maduro Anfang Januar festgenommen und in die USA gebracht wurde. Trump bestätigte den Vorgang auf Truth Social; das Weiße Haus veröffentlichte zudem ein Foto aus dem Oval Office mit der gerahmten Medaille und einem Text, der Trumps „prinzipientreue und entschiedene Maßnahmen“ lobt.
In Oslo stellten Nobel-Institutionen erneut klar, dass der Friedensnobelpreis nicht übertragen werden kann; lediglich die Medaille könne den Besitzer wechseln. Politisch brachte der Besuch Machados in Washington jedoch keinen Kurswechsel: Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, der Präsident halte weiterhin an Delcy Rodríguez als amtierender Staatschefin fest und sehe Machado nicht als ausreichend gestützt, auch wenn sie als „bemerkenswerte und mutige Stimme“ gewürdigt wurde. Machado bekräftigte in US-Interviews zugleich ihren Anspruch, Venezuela zu führen, „wenn die richtige Zeit gekommen ist“.
Parallel verdichten sich Hinweise auf eine pragmatische Annäherung zwischen Washington und der Übergangsführung: CIA-Direktor John Ratcliffe reiste nach Caracas und traf Delcy Rodríguez weniger als zwei Wochen nach Maduros Festsetzung. In Berichten wird dies als Signal für den Ausbau von Arbeitsbeziehungen und Kommunikationskanälen gewertet. Zudem setzte nach Maduros Absetzung offenbar wieder eine Migrationskooperation ein: Ein erster Abschiebeflug aus den USA landete in Caracas und brachte 199 Venezolaner zurück. Insgesamt bleibt die Lage von Symbolpolitik, Anerkennungsfragen und einem weiterhin offenen Fahrplan für Wahlen geprägt – bei gleichzeitig wachsender US-Bereitschaft zu Deals mit den derzeit Machthabern.
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