Die französische Nationalversammlung hat ein Gesetz verabschiedet, das Social Media für unter 15-Jährige verbieten soll.
Der Gesetzesentwurf umfasst Plattformen wie TikTok, Snapchat und Instagram.
Falls der Senat zustimmt, könnte das Verbot ab dem ersten September des kommenden Schuljahres in Kraft treten.
Präsident Macron unterstützt das Gesetz als Maßnahme zum Schutz der mentalen Gesundheit von Jugendlichen.
Das Gesetz könnte Frankreich nach Australien zum zweiten Land mit einer solchen Regelung machen.
Die Nationalversammlung stimmte mit 130 zu 21 Stimmen für das Gesetz.
Von dem Verbot ausgenommen sind pädagogische Inhalte und Online-Enzyklopädien wie Wikipedia.
Frankreich hatte zuvor rechtliche Hürden für eine Altersbeschränkung, die nun durch EU-Anpassungen überwunden wurden.
Australien hat ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige bereits umgesetzt.
Andere Länder in Europa wie Großbritannien und Dänemark planen ähnliche Gesetze.
Ein effektiver Mechanismus zur Altersprüfung, der den Datenschutz gewährleistet, wird noch auf EU-Ebene erarbeitet.
Ausblick
"Es bleibt abzuwarten, wie die Altersprüfung effektiv umgesetzt werden kann. Die Entscheidung des Senats steht noch aus. Sollte das Gesetz in Kraft treten, positioniert sich Frankreich als ein weiteres Land, das strenge digitale Vorgaben für Minderjährige umsetzt."