Thema: Geoökonomie

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Sonntag, 18. Januar 2026
International 18.01.2026, 06:00
18.01.2026, 12:09
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Trump reist mit Rekord-US-Delegation zum WEF 2026 nach Davos – neue Zoll- und Greenland-Drohungen verschärfen Spannungen

US-Präsident Donald Trump nimmt 2026 mit der bislang größten US-Delegation am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos teil; zur Delegation gehören Außenminister Marco Rubio sowie die Minister Scott Bessent (Finanzen) und Howard Lutnick (Handel).

Neu: Laut Bericht reist auch Trumps Sondergesandter Steve Witkoff mit nach Davos.

Das WEF-Motto lautet „A Spirit of Dialogue“.

Das Treffen findet vor einem angespannten geopolitischen Hintergrund statt; der Krieg in der Ukraine dauert an und Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Davos erwartet.

Eine WEF-Umfrage unter mehr als 1.300 Befragten nennt „geoökonomische Konfrontation“ als größtes Risiko der kommenden zwei Jahre; zweitgenannt ist ein Krieg zwischen Staaten.

Mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie 55 Wirtschafts- und Finanzminister und über 800 Spitzenmanager werden erwartet.

Unternehmen zahlen laut Bericht 27.000 Schweizer Franken pro Delegationsmitglied zuzüglich Mitgliedsbeitrag; das WEF subventioniert damit teilweise auch Teilnehmende aus zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Neu: Kurz vor Davos drohte Trump europäischen Verbündeten – einschließlich Großbritannien – mit Strafzöllen, falls sie seinen Plan zur Annexion Grönlands nicht unterstützen; EU-Botschafter berieten dazu laut Bericht in Notfallgesprächen.

Neu: UN-Generalsekretär António Guterres wird ebenfalls in Davos erwartet und warnte öffentlich vor einer Erosion internationalen Rechts, wenn Staaten Regeln selektiv anwenden.

Neu: Der WEF-Präsident Børge Brende sagte vor Davos, die Tagung finde vor dem „kompliziertesten geopolitischen Hintergrund seit Gründung des WEF“ statt.

WEF-Gründer Klaus Schwab wird nicht erwartet; nach einer Untersuchung wurde er laut WEF im August von „wesentlichem Fehlverhalten“ entlastet.

Ausblick

"Die Davos-Agenda dürfte sich stärker als bislang erwartet um Trumps jüngste Zoll- und Greenland-Äußerungen drehen und damit den Schwerpunkt auf Handelskonflikte und transatlantische Geschlossenheit verschieben. Parallel bleibt die Ukraine-Unterstützung zentral; mit zusätzlichen UN- und NATO-Stimmen in Davos ist mit politischen Gegenpositionen zu Trumps Kurs und intensiven Verhandlungen am Rande des Forums zu rechnen."