Neue Entwicklungen im Handelskonflikt mit den USA: Deutsche Exporte leiden weiter
- • Der DAX fiel um 1,2 % und schloss bei 24.703 Punkten.
- • Deutschlands Exporte in die USA sanken 2025 um 9,4 % auf 135,8 Milliarden Euro.
- • Die US-Zölle haben insbesondere die deutsche Automobilindustrie getroffen, deren Exporte um 17,5 % sanken.
"Die Perspektiven für die deutsche Exportwirtschaft bleiben unsicher, vor allem durch die unvorhersehbare Handelspolitik der USA und den anhaltenden Streit um Grönland. Die Ergebnisse der Gespräche beim Weltwirtschaftsforum in Davos können entscheidend sein."
Grönland-Streit: EU berät über Antwort auf Trumps Zollandrohung – Wadephul zweifelt an EU‑US‑Handelsabkommen
- • US-Präsident Donald Trump kündigte zusätzliche Strafzölle von zehn Prozent auf Importe aus acht europäischen Ländern (Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden, Großbritannien) an; sie sollen ab dem 1. Februar gelten und wurden mit dem Grönland-Konflikt begründet.
- • Die Botschafter aller 27 EU-Mitgliedstaaten kommen in Brüssel zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um eine gemeinsame Antwort zu beraten.
- • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa warnten, Zölle könnten die transatlantischen Beziehungen untergraben und eine „gefährliche Abwärtsspirale“ auslösen.
"Kurzfristig dürfte die EU in Brüssel eine gemeinsame Linie und mögliche Gegenmaßnahmen vorbereiten. Gleichzeitig wächst der politische Druck auf das geplante EU‑US‑Handelsabkommen: Nach Wadephuls Einschätzung sinken die Chancen auf eine Ratifizierung deutlich, solange Washington die Zölle als Druckmittel im Grönland-Streit einsetzt. In den USA könnte ein parteiübergreifender Vorstoß im Kongress die Umsetzung der Zölle zwar bremsen, ein Kurswechsel Trumps ist jedoch vorerst nicht absehbar."
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