Deutschlands Forschung: Spitzentechnologie ja, Umsetzung oft mangelhaft
- • Deutschland ist bei KI und Mikroelektronik im internationalen Vergleich schwach positioniert.
- • Die Expertenkommission EFI fordert mehr Synergien zwischen ziviler und militärischer Forschung.
- • Die Bundesregierung priorisiert sechs Zukunftstechnologien in der Hightech Agenda Deutschland.
"Die Hightech Agenda Deutschland soll durch gezielte Investitionen in Schlüsseltechnologien die Innovationskraft stärken und Abhängigkeiten reduzieren."
Die deutsche Wirtschaft im Strukturwandel: Chancen und Herausforderungen 2026
- • Die deutsche Wirtschaft steht wegen hoher Kosten und Bürokratie unter Druck.
- • China stellt eine starke Konkurrenz für deutsche Produkte dar.
- • 'Made in Germany' bedeutet weiterhin hohe Qualität und Innovation.
"Der technologische Wandel und die Erschließung neuer Märkte in Indien und Südostasien bieten Chancen, insbesondere durch das neue Handelsabkommen mit Indien. Dennoch besteht weiterhin erheblicher Konkurrenzdruck aus China. Der Fokus auf Innovation und Forschung wird entscheidend sein, um Deutschland als Exportschlager zu behaupten."
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ZEW-Präsident Wambach: Europas Stärke ist regelbasierter Handel – und Innovation als Wohlstandsmotor
- • ZEW-Präsident Achim Wambach bezeichnet Europas regelbasierten Handel im WTO-Rahmen als Standortvorteil, weil er Verlässlichkeit für Investitionen schafft.
- • Wambach verweist (am Beispiel Deutschlands) darauf, dass jeweils rund zehn Prozent des Handels mit den USA und rund zehn Prozent mit China stattfinden; der Großteil entfällt auf Europa und andere Weltregionen.
- • Im europäischen Binnenmarkt sieht Wambach weiterhin selbst geschaffene Barrieren, deren Abbau zusätzliche Wachstumspotenziale heben könnte.
"Ob Europa wirtschaftlich Gewicht behält, hängt laut Wambach vor allem davon ab, den Binnenmarkt zu vertiefen, gegenüber China gezielt zu reagieren und die Innovationsbedingungen deutlich zu verbessern."
Karlspreis 2026 geht an Mario Draghi – Direktorium betont Europas Wettbewerbsfähigkeit
- • Der Aachener Karlspreis 2026 wird an den früheren EZB-Präsidenten und ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi verliehen.
- • Das Karlspreis-Direktorium würdigt Draghi als Persönlichkeit, die „zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit“ Großes für Europa geleistet habe.
- • Als zentraler Grund wird Draghis „Whatever it takes“-Ankündigung genannt, mit der er in einer dramatischen Situation zur Stabilisierung des Euro beigetragen und nach Darstellung des Direktoriums Binnenmarkt und Währungsunion vor dem Scheitern bewahrt habe.
"Mit der Preisverleihung am 14. Mai dürfte die Debatte um Europas wirtschaftliche und politische Handlungsfähigkeit weiter an Bedeutung gewinnen – insbesondere vor dem Hintergrund der vom Direktorium betonten „dramatischen Lage“ und der Forderung nach mehr Wettbewerbsfähigkeit und Innovation."
Polens Wirtschaftsboom setzt sich fort: Neue Dynamik und Chancen
- • Polens Wirtschaft wächst um etwa drei Prozent im Jahr, während Deutschland konjunkturell stagnierend bleibt.
- • Polen profitiert von einer hohen Selbstständigen-Quote, wobei viele keine Mitarbeiter beschäftigen, aber von Steuervorteilen profitieren.
- • Deutschland ist nun der viertwichtigste Exportmarkt für Polen, wobei Polen China überholt hat.
"Mit einem weiterhin starken Wirtschaftswachstum könnte Polen seine Position als wirtschaftliches Zentrum Osteuropas festigen und neue Möglichkeiten für technologische Souveränität schaffen. Langfristig sind jedoch Herausforderungen wie die hohe Staatsverschuldung und demografische Veränderungen zu bewältigen."