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Das Bundesamt für Justiz hat Daten zu Hasskriminalität für 2022 bis 2024 noch nicht veröffentlicht.
Bereits nach den NSU-Morden wurden Empfehlungen zur besseren Erfassung rassistisch motivierter Verbrechen gegeben.
Die Justizministerkonferenz 2016 forderte eine verbesserte Datenerfassung von Vorurteilskriminalität.
Für 2022 wurden 15.686 Verfahren, für 2023 wurden 19.557 und für 2024 bereits 30.529 Verfahren registriert.
Die Verurteilungsrate blieb trotz steigender Verfahren unverändert niedrig.
Das Bundesjustizministerium versprach die Veröffentlichung der Zahlen bis Mitte Februar 2026.
Nur Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern fehlen in den 2024er Daten, die bereits von anderen Bundesländern übermittelt wurden.
"Die erwartete Veröffentlichung der Statistiken im Februar 2026 könnte zu einer besser informierten öffentlichen Debatte führen, wobei der Druck auf das Bundesamt für Justiz wächst, offene Fragen in der Datenerfassung zügig zu klären."