Thema: Nordflotte

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Mittwoch, 14. Januar 2026
Geopolitik 14.01.2026, 08:23
14.01.2026, 16:07
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Russlands Ambitionen und Herausforderungen in der Arktis bis 2035

Russland hat seit 2020 eine Strategie zur Entwicklung der Arktis bis 2035 vorgelegt.

Mehr als 50 alte sowjetische Militärbasen in der Arktis wurden wieder in Betrieb genommen oder modernisiert, darunter Stützpunkte auf Franz-Josef-Land und Novaja Zemlja.

Die russische Nordflotte wurde 2021 zu einem eigenständigen Militärdistrikt, um Seewege Richtung Atlantik und Pazifik zu sichern.

Die U-Boote der Nordflotte, die mit Atomraketen bestückt sind, sind essenziell für Russlands nukleare Zweitschlagsfähigkeit.

Etwa 90 Prozent der russischen Gasförderung und 60 Prozent der Ölförderung finden in der arktischen Region statt.

Die Nördliche Seeroute wird aufgrund längerer eisfreier Zeiten durch den Klimawandel als Handelsweg immer attraktiver, solange mangelnde Infrastruktur diese Entwicklung einschränkt.

Russland plant, die mutmaßlich riesigen Vorkommen an Bodenschätzen am Arktisgrund zu fördern.

Russland besitzt die weltgrößte Eisbrecher-Flotte, um die Seeroute befahrbar zu halten.

Präsident Putin beansprucht eine führende Rolle für Russland in der Arktisregion.

Ausblick

"Trotz erheblicher Investitionen und strategischer Planungen sieht sich Russland mit infrastrukturellen Herausforderungen konfrontiert, wie einem Mangel an Häfen und Versorgungseinrichtungen entlang der Nördlichen Seeroute und unzureichendem Militärpersonal sowie technologischen Defiziten bei der Erschließung der Bodenschätze."