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Russlands Ambitionen und Herausforderungen in der Arktis bis 2035
Russland hat seit 2020 eine Strategie zur Entwicklung der Arktis bis 2035 vorgelegt.
Wichtige Fakten
- • Russland hat seit 2020 eine Strategie zur Entwicklung der Arktis bis 2035 vorgelegt.
- • Mehr als 50 alte sowjetische Militärbasen in der Arktis wurden wieder in Betrieb genommen oder modernisiert, darunter Stützpunkte auf Franz-Josef-Land und Novaja Zemlja.
- • Die russische Nordflotte wurde 2021 zu einem eigenständigen Militärdistrikt, um Seewege Richtung Atlantik und Pazifik zu sichern.
- • Die U-Boote der Nordflotte, die mit Atomraketen bestückt sind, sind essenziell für Russlands nukleare Zweitschlagsfähigkeit.
- • Etwa 90 Prozent der russischen Gasförderung und 60 Prozent der Ölförderung finden in der arktischen Region statt.
- • Die Nördliche Seeroute wird aufgrund längerer eisfreier Zeiten durch den Klimawandel als Handelsweg immer attraktiver, solange mangelnde Infrastruktur diese Entwicklung einschränkt.
- • Russland plant, die mutmaßlich riesigen Vorkommen an Bodenschätzen am Arktisgrund zu fördern.
- • Russland besitzt die weltgrößte Eisbrecher-Flotte, um die Seeroute befahrbar zu halten.
- • Präsident Putin beansprucht eine führende Rolle für Russland in der Arktisregion.
Russland verfolgt weiterhin seine ambitionierten Pläne in der Arktis, indem es bestehende Militärbasen aus der Sowjetzeit reaktiviert und modernisiert. Die russische Nordflotte nimmt eine Schlüsselposition ein und sichert strategisch wichtige Seewege, während Russland anstrebt, von den reichen Ressourcen der Region zu profitieren. Präsident Putin hat die führende Rolle Russlands in der Arktis beansprucht. Gleichzeitig kämpft das Land mit zahlreichen Herausforderungen, wie fehlender Infrastruktur für die Nördliche Seeroute und unzureichender Technik für die Ressourcennutzung. Diese Herausforderungen werden unter anderem durch den Krieg gegen die Ukraine und westliche Sanktionen erschwert. Die Nordflotte spielt dabei eine entscheidende Rolle, während die russische Regierung auf die langfristigen wirtschaftlichen Vorteile der Arktis setzt.
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