Thema: Rentenalter

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Montag, 19. Januar 2026
International 19.01.2026, 11:04
19.01.2026, 20:07
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China: Geburtenrate 2025 auf Rekordtief – Bevölkerung schrumpft im vierten Jahr in Folge

Die Geburtenrate in China sank 2025 auf 5,63 Geburten je 1.000 Einwohner – der niedrigste Wert seit Gründung der Volksrepublik 1949.

2025 wurden 7,92 Millionen Kinder geboren; 11,31 Millionen Menschen starben (Nationales Statistikamt/NBS).

Die Bevölkerung schrumpfte 2025 im vierten Jahr in Folge um 3,39 Millionen auf rund 1,405 Milliarden – schneller als 2024 (NBS).

Die Sterberate lag 2025 bei 8,04 je 1.000 Einwohner – der höchste Wert seit 1968.

Die Zahl der Geburten ging 2025 gegenüber 2024 um 17% zurück (von 9,54 auf 7,92 Millionen).

Peking hat die Ein-Kind-Politik 2016 beendet; seit 2021 sind bis zu drei Kinder pro Paar erlaubt.

Die Regierung stellte 90 Milliarden Yuan für ein erstes landesweites Betreuungs-Zuschussprogramm für Kinder unter drei Jahren bereit.

Eltern erhalten u. a. 3.600 Yuan pro Kind unter drei Jahren; einzelne Provinzen zahlen zusätzliche Prämien und verlängern Schutz- und Freistellungszeiten.

Kondome wurden aus der Mehrwertsteuer-Befreiung genommen und werden teils mit 13% besteuert; kostenlose Verhütungsmittel sind weiterhin über staatlich finanzierte Programme verfügbar (u. a. Guardian/BBC).

Laut NBS sind rund 23% der Bevölkerung 60 Jahre oder älter.

Die Zahl der Eheschließungen brach 2024 um rund ein Fünftel auf gut 6,1 Millionen Paare ein; im dritten Quartal 2025 stiegen registrierte Ehen laut Guardian um 22,5% auf 1,61 Millionen (Jahresdaten für 2025 stehen noch aus).

Die UN erwarten, dass Chinas Bevölkerung bis 2100 auf etwa 800 Millionen sinken könnte.

China hebt das Rentenalter schrittweise an; laut Guardian sollen Männer künftig bis 63 statt 60 arbeiten, Frauen bis 58 statt 55.

Ausblick

"Kurzfristig deutet wenig auf eine Trendwende bei Geburten hin, da Kosten- und Unsicherheitsfaktoren fortbestehen. Ein mögliches Zwischenhoch könnte höchstens temporär aus einer Lockerung bei Eheschließungen entstehen (Heirat überall im Land erlaubt), während strukturell die rasche Alterung und eine schrumpfende Zahl von Frauen im gebärfähigen Alter den Rückgang verstärken. Politisch ist mit weiteren finanziellen Anreizen (bis hin zu breiterer Kostenübernahme rund um Schwangerschaft und Geburt) sowie mit Reformen bei Rente und Sozialausgaben zu rechnen."